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Ungewöhnliche FamilienplanungAls Mama zwei Jahre alt war, entstand ihr Baby

Molly Gibson kam im Oktober in den USA zur Welt und hat dabei einen Rekord gebrochen. Noch nie überlebte ein Embryo so lange tiefgefroren. Wie ist das ohne Schäden möglich, und geht das auch in der Schweiz?

Molly Gibson kam im Oktober zur Welt, als Embryo war sie 27 Jahre lang tiefgefroren.
Molly Gibson kam im Oktober zur Welt, als Embryo war sie 27 Jahre lang tiefgefroren.
Foto: Haleigh Crabtree

27 Jahre lag die kleine Molly als Embryo auf Eis. Im Oktober 2020 kam das Mädchen dann gesund zur Welt und stellte einen neuen Rekord auf. Noch nie ist ein Baby aus einem Embryo entstanden, der 27 Jahre lang kryokonserviert war. Und noch eine Besonderheit hat Mollys Geschichte: Ihre Mama Tina Gibson war selbst erst knapp zwei Jahre alt, als Molly im Oktober 1992 gezeugt wurde. Die beiden könnten jetzt Freundinnen und nicht Mutter und Tochter sein. Doch wie ist so etwas möglich?

Wenn sich Paare Hilfe bei Reproduktionsmedizinern suchen, können bei Verfahren wie der In-vitro-Fertilisation (IVF) überzählige Embryonen entstehen. Zur Behandlung gehört eine Stimulierung der Eierstöcke, eine Frau produziert dann in einem Zyklus meist mehrere Eizellen. Die Ärzte saugen die reifen Eizellen ab und befruchten sie mit den Spermien des Partners. Gelingen mehrere Befruchtungen, kann das Paar Embryonen einfrieren lassen, um sie in einem späteren Zyklus auftauen und einsetzen zu lassen.

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