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Wieder gegen den Elften verlorenAmbri ist der neue ZSC-Angstgegner

Die ZSC Lions tun sich gegen Teams aus den unteren Ranglistengefilden weiter schwer. Das 2:3 gegen Ambri ist die dritte Niederlage im dritten Vergleich mit den Leventinern.

Die Vorentscheidung: Ambris Brendan Perlini trifft zum 3:1 gegen die ZSC Lions.
Die Vorentscheidung: Ambris Brendan Perlini trifft zum 3:1 gegen die ZSC Lions.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Regelmässige Beobachter der ZSC-Heimspiele erleben in diesen Wochen immer wieder Déjà-vus. Die Lions sind auf dem Weg zum Sieg, oft auch im Schlussdrittel, schaffen es aber nicht, den Vorsprung souverän nach Hause zu bringen. So auch gegen Ambri. 1:0 steht es, immerhin, Marcus Krüger hatte eine gute Chance zum Doppelschlag vergeben. Da entwischt Brendan Perlini und erzielt eiskalt den Ausgleich. Vier Minuten vor Spielende bringt ein Eigentor von Tim Berni die Lions in Rücklage, und 112 Sekunden vor der Schlusssirene ist es wiederum Perlini, der die Niederlage besiegelt. Maxim Noreaus Anschlusstreffer 45 Sekunden vor Schluss verkommt zum Muster ohne Wert.

Das Ziel war klar für die ZSC Lions: Nach den beiden letztlich sicheren Siegen am Wochenende gegen die SCL Tigers – dem ersten nach zuvor drei Niederlagen – und in Rapperswil wollten die Zürcher den Hattrick, den dritten Erfolg in Serie. Erst zweimal in dieser Saison sind dem Meisterschaftsmitfavoriten längere Siegesserien gelungen, zuerst von der vierten bis zur siebten Runde und schliesslich von Ende Oktober bis 30. Dezember mit sogar acht Siegen de suite in einer Phase, die durch extrem viele Corona-Verschiebungen geprägt war.

Trotz der Differenz von 40 Punkten und neun Tabellenpositionen durften die Lions keinen Selbstläufer erwarten. Beide bisherigen Saisonvergleiche waren an Ambri gegangen, zweimal in der Valascia allerdings, der letzte am 7. Januar mit 2:1 nach Verlängerung. Es war einer der letzten Lichtblicke für Ambri, das neun der letzten zehn Partien verloren hat und zuletzt sogar im Kampf um ein Ticket für das Pre-Playoff gegenüber dem SC Bern ins Hintertreffen geriet. Besonders in der Offensive enttäuschen die «biancoblù»: Kein Team hat weniger Tore erzielt.

Allerdings fehlt auch den Lions diese Leichtigkeit im Abschluss, obwohl sie in den letzten beiden Partien total elf Tore erzielten. Gegen Ambri erarbeiteten sie sich etliche gute Torchancen, es fehlte aber immer wieder die letzte Konsequenz, oder dann rettete der starke Goalie Viktor Östlund.

So brauchte es dann eine Aktion des besten und konstantesten Zürchers, um den Bann zu brechen. Sven Andrighetto betrieb in Unterzahl ein aggressives Forechecking, luchste Perlini den Puck ab, umkurvte Östlund und vollendete eiskalt. Es war der 21. Saisontreffer des ehemaligen NHL- und KHL-Söldners.

Beim nächsten Auftritt im Hallenstadion dürfte die Intensität von Anfang an etwas höher liegen. Am Sonntag geniessen die Lions im vorerst letzten Cupfinal Heimrecht gegen den SC Bern (20.15 Uhr). Zwei Tage vorher kommt es in Biel zur Hauptprobe.

1 Kommentar
    Walter Meyer

    3 Spiele 3 Niederlagen gegen ein formschwaches Ambri. So wird man nicht Schweizermeister. Ein leeres Hallenstadion reicht wohl für die verwöhnten Stars nicht um eine zufriedenstellende Leistung abzuliefern.