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Organisation spricht von «Hexenjagd»Amnesty International stellt Arbeit in Indien ein

Indien hat die Bankkonten der Organisation wegen mutmasslicher Gesetzesbrüchen eingefroren. Amnesty widerspricht und beschreibt eine «Hexenjagd gegen Menschenrechtsorganisationen».

Das Hauptquartier von Amnesty International in Bangalore, Indien.
Das Hauptquartier von Amnesty International in Bangalore, Indien.
Foto: Aijaz Rahi (AP/Keystone)

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat angekündet, ihre Arbeit in Indien einzustellen, nachdem ihre Bankkonten eingefroren worden seien.

«Die Organisation wurde genötigt, ihre Angestellten in Indien zu entlassen und all ihre laufenden Kampagnen und Forschungstätigkeiten zu pausieren», hiess es in einer Mitteilung am Dienstag.

«Das ist die jüngste Entwicklung in einer unaufhörlichen Hexenjagd gegen Menschenrechtsorganisationen durch die Regierung von Indien wegen unzutreffenden und motivierten Vorwürfen.» Von der indischen Regierung hiess es hingegen, dass Amnesty illegal ausländische Gelder erhalten und gegen entsprechende Gesetze verstossen habe.

Amnesty sieht einen Zusammenhang mit ihren Berichten etwa über interreligiöse Unruhen und die Kaschmir-Region. Örtliche Medien berichteten, dass indische Behörden gegen die Organisation wegen Regelverletzungen ermittelten.

SDA/sep

5 Kommentare
    Tinu Berner

    Indien hat bereits wegen den vielen brutalen Vergewaltigungen einen miserablen Ruf. Da nützen auch schöne Tourismuswerbungen nichts. Der Ruf ist dahin.