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Essay: Religion in Zeiten der PandemieAn Gott kommt man nicht so leicht vorbei

Das Coronavirus hat unser Leben verändert – und damit auch unser Verhältnis zum Tod. Was bedeutet diese Krisenzeit für gläubige und ungläubige Menschen?

Werkzyklus: Himmel, 1974–2000
Werkzyklus: Himmel, 1974–2000
© Nachlass Andreas Züst / Graphische Sammlung, Schweizerische Nationalbibliothek, Bern

Man muss in der Corona-Krise keinen Fingerzeig von oben sehen, einen Fingerzeig aber schon. Denn es gibt etwas, das grösser ist als wir selbst – zumindest diese Erfahrung teilen religiöse und nicht religiöse Menschen.

Die letzten zwölf Monate haben uns auf uns selbst zurückgeworfen und innehalten lassen. Das Hamsterrad des Alltags, vom Arbeitsethos in Schwung gehalten, dreht langsamer, und die Konsum- und Unterhaltungsindustrie, die uns normalerweise in einen angenehmen Ablenkungs- und Zerstreuungszustand versetzt, ruht weitgehend. So bleibt Zeit für grundsätzliche Fragen, die sich angesichts der Dauerpräsenz von Krankheit und Tod aufdrängen: Was ist wirklich wichtig im Leben, und welchen Sinn hat unser Dasein?

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