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Andenken an eine Geiselnahme

Es war einmal eine ruinierte Reise in Chile, auf der ein kleines Flugzeug eine grosse Rolle spielen sollte.

Foto: Thomas Egli
Foto: Thomas Egli

Auf meinem Pult steht ein Andenken an eine Geiselnahme. Ein Modell eines dieser Art-Deco-Flieger, wie ihn Direktoren von Fluggesellschaften früher auf den Schreibtischen ihrer geräumigen Büros stehen hatten. Zumindest in meiner Vorstellung hatten sie das.

Ich bin kein Planespotter. Und mit Direktionsposten liebäugle ich auch nicht. Aber ich mochte diese stilisierten Propellermaschinen schon immer. Diese DC-3 und Super Constellations aus Aluminium, poliert und reduziert auf die Eleganz ihrer Form. Die Nase in den Himmel gerichtet, den Rumpf auf der geschwungenen Stelze: Sie sehen aus, als höben sie für immer ab. In die Ferne, in die Freiheit. Mein Flugzeug hingegen erinnert mich an: Zähneknirschen, Gewichtsverlust, Flucht über eine Grenze.

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