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Melodie für die Zürcher Corona-WarteschleifeAndrew Bond beschwichtigt die Ungeduldigen

Wer beim Contact-Tracing in Zürich anruft und wartet, muss sich einen Song des Wädenswiler Kinder-Liedermachers anhören. Ein Einblick in die Welt der nervigen Warteschleifenmusik.

Normalerweise macht Andrew Bond Kinderlieder. Jetzt hat er die Warteschleifenmusik fürs Contact-Tracing komponiert.
Normalerweise macht Andrew Bond Kinderlieder. Jetzt hat er die Warteschleifenmusik fürs Contact-Tracing komponiert.
Foto: Sabina Bobst

Es ist, wie wenn der halbe Kanton Zürich in einem Konzertlokal eingesperrt wäre. Niemand will Andrew Bond zuhören, doch alle müssen. «Ich la mich nid deprimiere / probier nöd hyperventiliere / muess mich eifach arrangiere / mit dere Warteschlaufe»das singt der Liedermacher, und alle, die sich nach einer möglichen Quarantäne erkundigen, sind am Telefon zum Zuhören verdammt.

«Ich wäre in dieser Situation auch möff», sagt Bond in seinem Proberaum in Wädenswil. Zuerst wollte er den Auftrag nicht annehmen. «Da läuft bei den Menschen ein Horrorfilm ab – und ich liefere ein Witzlied», sagt er. Doch dann kam ihm beim Spazieren eine Idee, wie es trotzdem funktionieren könnte. Kein Galgenhumor, keine Predigt und keine Schullektion, sondern eine Melodie, welche die Emotionen der Wartenden einfängt.

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