Zum Hauptinhalt springen

Europa League, SechzehntelfinalsAubameyang rettet Arsenal – Itten trifft bei Rangers-Sieg

Dank einem hart erkämpften 3:2 steht Granit Xhaka mit Arsenal im Achtelfinal. Ebenfalls weiter sind die Glasgow Rangers, bei denen Cedric Itten den 5:2-Schlussstand markiert.

Granit Xhaka beglückwünscht  Pierre-Emerick Aubameyang nach seinem Treffer zum 3:2.
Granit Xhaka beglückwünscht Pierre-Emerick Aubameyang nach seinem Treffer zum 3:2.
Foto: Aris Messinis (AFP)

Es läuft bereits die 87. Minute in Piräus. Granit Xhaka lamentiert, grätscht und treibt seine Mitspieler noch einmal nach vorne. Der Schweizer Mittelfeldspieler weiss, das 2:2 im Sechzehntelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Benfica Lissabon reicht nicht.

Da die Engländer ihr «Heimspiel» in der griechischen Küstenstadt austragen müssen, hätten sie aufgrund der Auswärtstor-Regel gegen die Mannschaft von Haris Seferovic, der blass blieb und bereits in der 57. Minute ausgewechselt wurde, das Nachsehen nach dem 1:1 im Hinspiel.

Doch dann kommt Pierre-Emerick Aubameyang. Nach einer Flanke steht der Torjäger genau richtig und hat keine Mühe, das entscheidende 3:2 zu erzielen. Es ist bereits sein zweiter Treffer des Abends, der auch zählt. In der 50. Minute legte der VAR (zurecht) sein Veto ein wegen eines Abseits. (Zum YB-Coup gegen Leverkusen gehts hier: Den Young Boys gelingt der langersehnte europäische Exploit.)

Itten trifft vom Penaltypunkt

Noch torreicher ging es in der Partie zwischen den Glasgow Rangers und Antwerpen (Hinspiel 4:3) zu und her. Lange von der Ersatzbank aus musste Cedric Itten dem Treiben beiwohnen, ehe er in der 84. Minute eingewechselt wurde. Der Schweizer Stürmer mit Vergangenheit bei Basel, Luzern und St. Gallen reihte sich in der Nachspielzeit auch noch in die Liste der Torschützen ein: Er traf vom Penaltypunkt zum 5:2-Endstand.

Cedric Itten erzielt in der Nachspielzeit das 5:2 für die Glasgow Rangers.
Cedric Itten erzielt in der Nachspielzeit das 5:2 für die Glasgow Rangers.
Foto: Russell Cheyne (AFP)

Anders als für Itten kam für den Schweizer Goalie Yvon Mvogo mit PSV Eindhoven das Aus. Zwar gewann das niederländische Team gegen Olympiakos Piräus 2:1. Doch das reichte nach dem 2:4 im Hinspiel bei den Griechen nicht. Der entscheidende Treffer in der Gesamtabrechnung für Olympiakos fiel durch Kouka in der 88. Minute.

Manchester United kam nach einem 0:0 gegen Real Sociedad San Sebastian dank des 4:0-Polsters aus dem Hinspiel eine Runde weiter. Dagegen scheiterte Uniteds Liga-Rivale Leicester City (Eldin Jakupovic auf der Bank) überraschend mit 0:2 an Slavia Prag. Im Hinspiel hatten sich die beiden Teams 0:0 getrennt.

Milan mit Mühe weiter

Die AC Milan mühte sich zu einem 1:1 gegen Roter Stern Belgrad und kam durch das 2:2 vor einer Woche aufgrund der Auswärtstor-Regel weiter. Italiens Cupsieger Napoli misslang derweil die erhoffte Aufholjagd im eigenen Stadion gegen Granada. Nach dem schnellen 1:0 durch den Polen Piotr Zielinski (3.) wähnte sich Napoli schon auf einem guten Weg, das 0:2 aus dem Hinspiel wettzumachen. Doch das 1:1 durch Angel Montoro (25.) dämpfte die Hoffnungen der Süditaliener, denen nur noch das 2:1 durch den Spanier Fabian (59.) glückte.

Ausgeschieden ist auch der Spitzenreiter der französischen Ligue 1: Lille unterlag nach einem 1:2 vor einer Woche auch im Rückspiel bei Ajax Amsterdam mit diesem Resultat. Davy Klaassen traf für die Niederländer nach 15 Minuten per Kopf, nach dem Penalty-Ausgleich durch Yusuf Yazici (78.) sorgte David Neres zwei Minuten vor dem Ende für den 2:1-Schlusspunkt.

Hoffenheim scheidet aus

Hoffenheim hat den erstmaligen Einzug in die Achtelfinals eines internationalen Wettbewerbs erneut verpasst. Der Bundesligist verlor das Rückspiel gegen den norwegischen Aussenseiter Molde FK 0:2. Wie schon beim 3:3 im Hinspiel im spanischen Villarreal nutzte das Team von Trainer Sebastian Hoeness seine zahlreichen Chancen nicht. So erlebten die Deutschen nach einer ungeschlagenen Vorrunde die erste Europacup-Niederlage in dieser Saison und schieden aus. Eirik Andersen (20./95.) traf doppelt für die Gäste.

RB Salzburg, das ohne den verletzten Schweizer Noah Okafor (Muskelfaserriss) antrat, musste sich ebenfalls geschlagen geben. 1:2 verloren die Österreicher das Rückspiel gegen Villarreal (0:2 im Hinspiel).

dpa/tre