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Jugendliche in ZürichAuf der Partymeile der Gelangweilten

Polizist um Polizist, Autoposer um Autoposer: Am Freitagabend erprobten Hunderte Jugendliche rund um den Sechseläutenplatz, was ausgangstechnisch möglich ist. Viel ist es nicht.

Viele Jugendliche zog es am Freitagabend ans Zürcher Seebecken.
Viele Jugendliche zog es am Freitagabend ans Zürcher Seebecken.
Foto: Thomas Egli 

Sarah, Aljeta und Blerim stehen im Lampenschein der Zürcher Seepromenade und drehen einen Joint. Blerim ist von einer Kapuze schattiert, die er sich tief ins Gesicht gezogen hat. Das dünne Papier knistert in seinen Händen, vorsichtig bröselt er das Tabakgemisch hinein und leckt den Klebestreifen mit seiner Zunge ab. «Es ist wirklich verdammt langweilig geworden», sagt Blerim.

Im Minutentakt passieren Kastenwagen der Stadtpolizei Zürich die Baumallee der Seepromenade. Was die Polizisten auf Patrouille zu sehen bekommen, sind Jugendliche wie Sarah, Aljeta und Blerim, die hier ihre freien Abende verbringen. Seit dem Lockdown sind es die öffentlichen Plätze, die ihnen geblieben sind. Ein kleines Stück jugendlicher Leichtsinn unter dem wachsamen Auge der Ordnungshüter. An diesem Abend ist sichtbar, was nach jüngsten Vorkommnissen rund um den Bahnhof Stadelhofen zu erwarten war: eine verstärkte Polizeipräsenz.

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