Zum Hauptinhalt springen

Prostituierte in QuarantäneAufatmen nach Corona-Fall im Zürcher Milieu

Im Fall der Lugano-Bar-Liegenschaft im Kreis 4 ist es laut der Gesundheitsdirektion bei zwei Infektionen geblieben.

Im Haus mit der bekannten Lugano-Bar an der Langstrasse befinden sich 
50 Frauen in Quarantäne, weil eine 23-Jährige positiv auf Covid-19 getestet wurde.
Im Haus mit der bekannten Lugano-Bar an der Langstrasse befinden sich
50 Frauen in Quarantäne, weil eine 23-Jährige positiv auf Covid-19 getestet wurde.
Foto: Urs Jaudas


Der Fall sorgte letzte Woche für Aufsehen: Im Haus an der Zürcher Langstrasse 108, wo sich im Erdgeschoss die bekannte Lugano-Bar befindet, mussten sich rund 50 Prostituierte in Quarantäne begeben. Dies, nachdem eine Frau positiv auf Covid-19 getestet worden war.

Bis zum 9. September dürfen die Frauen, die in sehr beengten Verhältnissen teils zu viert in kleinen Zimmern leben, das Haus nicht mehr verlassen. Am letzten Mittwoch wurde bekannt, dass sich eine weitere Sexarbeiterin mit Covid-19 angesteckt hat. Hilfsorganisationen äusserten darauf die Befürchtung, dass es noch zu weiteren Ansteckungen im Milieu kommen könnte.

Dies ist nun nicht der Fall. «Es gibt es keine zusätzlichen positiven Fälle», sagt Marcel Odermatt, Sprecher der Gesundheitsdirektion von Regierungsrätin Natalie Rickli (SVP), auf Anfrage.

Die Erleichterung bei den betroffenen Frauen sei «sehr gross», sagt Kari-Anne Mey von der Hilfsorganisation Isla Victoria. Diese steht in direktem Kontakt mit den betroffenen Sexarbeiterinnen und hat ihnen die Nachricht, dass sie nicht infiziert sind, überbracht.

Bereits letzte Woche hatte die Stadt auf Anfrage mitgeteilt, dass gewerbe- und baupolizeiliche Massnahmen in dem Haus nicht vorgesehen seien. Bisherige Kontrollen hätten keine relevanten Verstösse gegen Vorschriften ergeben.