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Kopf des TagesAus dem Gefängnis der Sekte in die Freiheit

Shira Haas beeindruckt in einer neuen Netflix-Serie mit dem Porträt einer Frau, die aus einer ultraorthodoxen Sekte ausbricht.

War die erste Wahl für das Porträt einer chassidischen Jüdin: Shira Haas.
War die erste Wahl für das Porträt einer chassidischen Jüdin: Shira Haas.
Foto: Jason Mendez (Getty Images)

Der Moment der Befreiung kommt für Esther Shapiro in der Netflix-Miniserie «Unorthodox» nicht in dem Moment, als sie in ein Flugzeug steigt und nach Berlin fliegt. Und auch nicht, als sie dort vor der verschlossenen Haustür ihrer einzigen Kontaktperson steht, ihrer entfremdeten Mutter. Der Moment von Estys Befreiung, wie sie genannt wird, kommt am Wannsee, gleich gegenüber der Villa, in der 1942 die Vernichtung der Juden geplant wurde. Esty ist mit ihren neuen Musikerfreunden dahin gefahren, aber sie rennt nicht im Bikini ins Wasser wie diese. Voll bekleidet watet sie hinein, zieht ihr «Sheitel», die Perücke, welche verheiratete jüdische Frauen tragen, vom kahl geschorenen Kopf und lässt sie untergehen. Dann taucht sie ihn selbst ins Wasser.

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