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Paar in Bord-Toilette löst Kampfjeteinsatz aus

Ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach New York wurde vom US-Militär abgefangen. Auslöser war ein verdächtiger Zwischenfall – der sich im Nachhinein als äusserst friedlich herausstellte.

Nach der Landung stürmte die Polizei die Maschine: Die Passagiere von Flug 623 auf dem Rollfeld des Flughafens in Detroit.
Nach der Landung stürmte die Polizei die Maschine: Die Passagiere von Flug 623 auf dem Rollfeld des Flughafens in Detroit.
Keystone

Zwei Militärjets haben ein Passagierflugzeug mit Ziel New York abgefangen, nachdem ein Zwischenfall an Bord der Maschine gemeldet worden war. Das teilte ein Sprecher des Nordamerikanischen Luft- und Weltraum-Verteidigungskommandos (Norad) gestern mit. Die Art des Zwischenfalls war nach Behördenangaben zunächst unklar, ein terroristischer Hintergrund wurde aber nicht vermutet.

Das Kabinenpersonal von Flug 623 hatte gemeldet, zwei Passagiere hielten sich aussergewöhnlich lange auf der Toilette auf. Die Crew alarmierte darauf die Luftüberwachung, die zwei F-16-Jets losschickte. Nach der Landung stürmte eine Sondereinheit der Polizei in Detroit das Flugzeug, wie der britische «Telegraph» schreibt.

Auf Wolke sieben

Der Grund für den langen Toilettenaufenthalt war allerdings friedlicher Art: Laut dem Nachrichtensender ABC zog sich ein Paar zum «Rummachen» auf das stille Örtchen zurück. Die Lust überkam die beiden allerdings an einem denkbar schlechten Tag: Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September herrschte in den USA erhöhte Alarmbereitschaft.

Die Maschine der Fluggesellschaft American Airlines war in Los Angeles gestartet. Der Norad-Sprecher sagte, die Militärjets hätten die Maschine rund 160 Kilometer westlich von New York abgefangen und bis zur Landung eskortiert.

dapd/mrs

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