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130 Millionen Menschen brauchen Hilfe zum Überleben

Die Zahl sei so hoch wie nie, sagt UN-Chef Ban Ki-moon anlässlich des Welthumanitärtages. Sie entspreche der Einwohnerzahl der zehngrössten Nation der Welt.

Hilfswerke als letzte Hoffnung: UNHCR-Angestellter registriert in Malawi die neu angekommenen Flüchtlinge aus Mozambik. (7. Februar 2016)
Hilfswerke als letzte Hoffnung: UNHCR-Angestellter registriert in Malawi die neu angekommenen Flüchtlinge aus Mozambik. (7. Februar 2016)
Epa/Erico Waga

Rund 130 Millionen Menschen in aller Welt sind nach UN-Angaben auf Hilfen zum Überleben angewiesen. Das seien so viele wie noch nie, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Freitag in einer Botschaft anlässlich des Welthumanitärtages. Diese erschütternde Summe entspreche in etwa der Einwohnerzahl der zehntgrössten Nation der Erde, sagte er.

In Libyen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 2,4 Millionen Menschen dringend auf humanitäre Unterstützung angewiesen. «Es fehlt ihnen an Medikamenten und Impfstoffen, und sie leiden unter der schlechten Versorgung in den Spitälern», hiess es. Fast 300'000 Kinder können in dem nordafrikanischen Land nicht zur Schule gehen, schrieb der UNO-Libyen-Sondergesandten Martin Kobler anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe in einem Bericht. Fast 350'000 Libyer seien zu Binnenflüchtlingen geworden. Zudem seien 270'000 Flüchtlinge aus anderen Ländern in Libyen gestrandet, wo sie nun unter prekären Bedingungen lebten. Die durch die Krise in Libyen erzeugte humanitäre Not sei «gewaltig».

109 Personen im Dienst getötet

Der Gedenktag wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2008 eingeführt. Damit sollen humanitäre Helfer in aller Welt geehrt werden, die während ihrer Arbeit getötet oder verwundet wurden.

Der 19. August wurden dafür ausgewählt, weil an diesem Tag im Jahr 2003 bei einem Bombenangriff auf den Sitz der Vereinten Nationen in Bagdad 22 UN-Mitarbeiter umgebracht wurden, darunter der für den Irak zuständige UN-Gesandte Sérgio Vieira de Mello.

UN-Untergeneralsekretär Jan Eliasson gab am Freitag bekannt, dass im vergangenen Jahr 109 Hilfsarbeiter im Dienst getötet worden seien. 110 wurden verletzt, 68 weitere entführt. Die meisten Opfer habe es in Afghanistan, Somalia, Syrien, im Südsudan und im Jemen gegeben.

SDA/foa

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