Ein vergessenes Land holt auf

Der neue Präsident hat Usbekistan im Eiltempo geöffnet: Die Investoren strömen ins Land, doch nicht alle freut der Boom.

Baumwolle ist nach wie vor das wichtigste Exportgut von Usbekistan: Ernte in der Provinz Choresmien im Westen des Landes. Foto: Stéphane Lemaire (Hemis.fr, Laif)

Baumwolle ist nach wie vor das wichtigste Exportgut von Usbekistan: Ernte in der Provinz Choresmien im Westen des Landes. Foto: Stéphane Lemaire (Hemis.fr, Laif)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Staubig ist die usbekische Wüste, deswegen flimmert der Sommerhimmel fast so gelb wie der Sand. Die Autos auf der Landstrasse nördlich von Nukus wirbeln ihn auf, hüllen alles in einen trockenen Ockerton, Häuser, Wege, Sträucher. Nur die Kleider der Frauen, die vor der Fabrik am Strassenrand warten, leuchten knallbunt. Sie wollen sich um einen Job in der Spinnerei bewerben. Die ist neu, gefördert von der usbekischen Regierung, sogar der Präsident kam zur Besichtigung. Die Fabrik bringt Arbeit ins benachteiligte Nukus, das fernab der Hauptstadt Taschkent liegt, weit weg auch vom funkelnden Samarkand. Nukus liegt im leeren Westen Usbekistans, das grösser ist als Deutschland und die Benelux-Staaten zusammen, in dem aber nur etwa 33 Millionen Menschen leben.

«Es gibt keine Industrie hier in der Gegend», sagt Sanjeev Mehan, «alles ist schwierig.» Der Textiltechniker sitzt in der neuen Fabrik, im klimatisierten Büro, vor einem Kaffee. Die meisten Leute gingen nach Russland, um Geld zu verdienen. «Deswegen haben wir hier eröffnet.» Deswegen, und weil sie in Nukus leichter an den Rohstoff kommen, an Baumwolle. In Taschkent gibt es viele Spinnereien, doch in Nukus haben sie wenig Konkurrenz.

Usbekistan ist mit seinen rund 550'000 Quadratkilometern ein grosses Land. Doch der grösste Teil besteht aus unfruchtbaren Wüsten. Foto: Sandro Di Carlo Darsa (PhotoAlto, Laif)

Baumwolle in der Wüste anzubauen war schon immer eine fragwürdige Idee, denn das «weisse Gold» verschlingt viel Wasser. Zu Sowjetzeiten haben die Kommunisten Usbekistan zu ihrem Hauptbaumwolllieferanten erklärt und die Landwirtschaft umgestellt. Später wurde aus dem Sowjetstaat die Diktatur des Islam Karimow. Der herrschte 26 Jahre lang, Usbekistan blieb verschlossen und arm, die Baumwolle das wichtigste Exportgut.

Nun aber baut ein neuer Präsident das Land um: Als Karimow 2016 starb, liess sich sein früherer Ministerpräsident zum Nachfolger wählen. Usbekistan ist unter Schawkat Mirzijajew zwar noch längst keine Demokratie, dazu müsste erst eine echte Opposition entstehen, eine wirklich freie Presse, unabhängige Gerichte. Trotzdem ist vieles besser geworden. Mirzijajew reformiert und öffnet sein Land, aus einem einfachen Grund: damit Geld hineinfliesst. Er hat dafür die Visabestimmungen gelockert und den Wechselkurs freigegeben. Früher dauerte es Monate, usbekische Som zu tauschen, oder man versuchte es auf dem Schwarzmarkt. Der Präsident lässt das Zivilgesetzbuch neu schreiben, und er will die Wirtschaftsstrukturen verändern. Investoren wittern ihre Chance, die meisten kommen aus Russland, China, Korea, der Türkei – und aus Deutschland.

Spinner sollen Bauer werden

In der Spinnerei in Nukus stehen deutsche Maschinen. Sanjeev Mehan, der Mann, der sich mit diesen Maschinen auskennt, ist Inder, Textilexperte. Er arbeitet für die usbekische Firma Plasteks, zur Firmengruppe gehört ausser der Spinnerei in Nukus eine weitere Spinnerei nahe Taschkent, aber etwa auch eine Fabrik, die Plastik verarbeitet. Mehan läuft durch die neue Halle, dorthin, wo die Baumwolle in grossen weissen Ballen ankommt. Er zieht einen Strang heraus, zerzupft ihn in den Händen, sucht nach ausgedünnten Stellen, nach Flocken und Verfilzung. «Das hier ist nicht schlecht», sagt er.

Sanjeev Mehan ist Inder und Textilfachmann. Er berät usbekische Unternehmen beim Aufbau von Baumwollspinnereien. Foto: Silke Bigalke

Die Regierung hilft durch Steuererleichterungen, hat der Firma günstigen Kredit gegeben und die lästigen Kontrollen ausgesetzt, für die Beamte früher ständig vorbeikamen. Sanjeev Mehan ist mit den Reformen zufrieden. Nur eine Sache macht ihn nervös: Er soll Farmer werden, weil der Präsident es so will. «Cluster» nennt die Regierung das: Wer Baumwolle spinnen will, soll sie auch selbst anbauen. «Wir haben keine Erfahrung», sagt Mehan. «Wir lernen das. Aber es ist ein grosses Risiko.»

Bisher kontrolliert der Staat die Produktion, schreibt den Bauern eine Quote vor, kauft ihnen die Baumwolle ab, verkauft sie weiter. Unternehmen wie Adidas und C&A haben erklärt, usbekische Baumwolle zu meiden – wegen der Zwangsarbeit auf den Feldern. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) beobachtet die Ernte seit Jahren, 2018 halfen wieder zweieinhalb Millionen Menschen auf den usbekischen Feldern. Der Anteil derer, die dazu gezwungen werden, sinkt laut ILO zwar deutlich, vergangenes Jahr waren es aber immer noch 170'000 Menschen. Kinder sollen wenigstens nicht mehr darunter sein.

Durch die neuen Cluster will die Regierung Investoren Gebiete zuteilen. Dort sollen sie, möglichst gemeinsam mit den örtlichen Bauern, die Baum­wolle anpflanzen, die sie dann im Land weiterverarbeiten. Wenn der Anbau privatisiert ist, so die Hoffnung, wird er effizienter, wassersparender, werden Maschinen vielleicht bald die Erntehelfer ersetzen. Vor allem aber gibt die Regierung dafür die Verantwortung ab – und damit auch für die Arbeitsbedingungen auf den Feldern.

In der neuen Fabrik bei Nukus stehen die Maschinen ordentlich in Reih und Glied. Aus den weissen Ballen werden dicke Baumwollseile, dann Fäden, immer dünner. Unzählige Spulen rauschen wie eine viel befahrene Strasse. Textilexperte Sanjeev Mehan versucht, sie zu übertönen. Er erklärt, wie die ­neueste Technik unebene oder verfärbte Stellen im Faden herausschneidet.

Zwangsarbeit soll auf usbekischen Baumwollplantagen Vergangenheit sein, beteuert die neue Regierung. Foto: Stéphane Lemaire/hemis.fr/laif

Früher hat Usbekistan die Baumwolle grösstenteils unverarbeitet exportiert und dadurch weniger verdient. «Die Arbeitskräfte sind auf einem guten Niveau, Strom ist günstig, Baumwolle ist günstig, man wäre blöd, wenn man es jetzt nicht hier verarbeiten würde», sagt Wilfried Gothmanns, der seit 1996 Maschinen für eine deutsche Firma in Asien und Zentralasien verkauft. «Karimow hat eher auf dem Geld gesessen, als es umzusetzen.» Seit dem Regierungswechsel habe die Firma «einen ziemlichen Boom» zu verzeichnen, sagt er am Telefon.

Sein Unternehmen rüstet komplette Spinnereien aus, nicht nur mit den eigenen Maschinen. Die Firma vermittelt bei Bedarf auch indische ­Experten, die den usbekischen Spinnereien beim Start helfen. Die Aufträge ­seien seit dem Regierungswechsel 2016 bestimmt um 50 Prozent gestiegen, sagt Gothmanns.

Reformen im Eiltempo

Der Flug von Nukus in die Hauptstadt Taschkent dauert knapp anderthalb Stunden. Im Konferenzraum des Investitionsministeriums sitzt man am grossen Tisch meterweit voneinander entfernt. Lasis Kudratow ist der stellvertretende Minister, sein Chef ist kurzfristig verhindert, mit Terminabsprachen nimmt man es nicht so genau hier. «Usbekistan», sagt der stellvertretende Minister, «ist ein jungfräulicher Markt für Investoren.» Man könne in jedem Sektor mit grossem Profit rechnen, «weil der Markt unterentwickelt ist».

Nicht nur der Markt. Es reicht nicht, dass sich Usbekistan der Welt öffnet. Die Welt muss sich auch den Usbeken öffnen. Die Regierung weiss, dass sich das Land dafür zu einem Rechtsstaat entwickeln muss. In Taschkent hört man nun überall, dass es der Regierung mit den Reformen gar nicht schnell genug gehen könne, dass der Druck gross sei. Es wirkt so, als solle das Land innerhalb von wenigen Jahren aufholen, was jahrzehntelang versäumt wurde.

Beamte, die lange nur Befehlsempfänger waren, sollen nun Gesetze um- und neu schreiben. Wie gut können die in der Eile werden? Korruptionsbekämpfung? Wird wohl dauern, wenn jeder daran gewöhnt ist, dass ohne Bestechung oft wenig geht. Plötzlich soll die früher abgeschottete Verwaltung mit ausländischen Partnern kooperieren, Rat annehmen, Fragen beantworten. Und Fragen gibt es. Nach wie vor denken viele in Europa beim Stichwort Usbekistan an den früheren Diktator Karimow, einen grausamen Despoten, der aber noch von vielen verehrt wird.

Unternehmer müssen darauf vertrauen, dass der liberale Kurs der Regierung andauert.

Wenn man den stellvertretenden Investitionsminister nun fragt, ob sich internationale Unternehmen nach Menschenrechten erkundigen, nach Zwangsarbeit, Mindestlöhnen, Umweltschutz, Dingen also, die für westliche Unternehmen und ihre Corporate Governance wichtig sind, sagt er: «In der Vergangenheit war das ein Problem.» Damals ­seien die Märkte in Europa und den USA für usbekischen Textilien gesperrt gewesen. Doch dank der «starken Verpflich­tung der Regierung, Kinderarbeit und Zwangsarbeit abzuschaffen», beginne man nun, auch im Westen zu verkaufen.

Lasis Kudratow wendet sich einem Assistenten zu, für die Zahlen. 2018 ­seien dreimal so viele ausländische Unternehmen nach Usbekistan gekommen wie im Jahr davor, sagt er. Ausländische Direktinvestitionen könnten sich in diesem Jahr mindestens verdoppeln, auf fünf Milliarden US-Dollar oder mehr. Ein Ziel der Regierung ist es, im «Ease of Doing Business»-Index der Weltbank unter die ersten 20 zu kommen, und zwar bis 2022. Der Index beschreibt, wie offen ein Land gegenüber Investoren ist. Usbekistan steht dort auf Platz 76, vor sieben Jahren war es Platz 166. Stecken hinter den politischen Reformen vor allem wirtschaftliche Motive? «Absolut», antwortet Lasis Kudratow. Möchte die Regierung das Land zu einer Demokratie nach westlichem Vorbild machen? «Absolut», ist wieder die Antwort.

Familienhilfe statt Versicherung

Artjom Pokaschalow hält den Wagen neben einem Bauzaun an der grossen Ringstrasse in Taschkent. Das mehr­stöckige rote Backsteingebäude hinter dem Zaun sollte mal ein Hotel werden. Jetzt will der junge Usbeke stattdessen eine Krebsklinik daraus machen, die erste im Land. Normalerweise baut seine Firma Uventa Plus private Häuser und richtet sie ein, so erklärt es die Internetseite. Pokaschalow beschreibt sie eher als eine Mischfirma, Import und Export, Bauindustrie.

Vor dem Rohbau liegt ein grosser Haufen Steine, auf der Wiese daneben grast ein Pferd, noch. Zwei weitere Gebäude sind geplant, neben der Reha­klinik eines für die Strahlentherapie und eines für die Diagnostik. Wie viel das alles kosten wird, kann Pokaschalow noch nicht sagen, da noch verhandelt werde, sicher aber mehr als die anfangs veranschlagten 50 Millionen Euro. Er ist überzeugt, dass die Klinik profitabel wird: Bisher flögen Usbeken, die es sich leisten könnten, für die Krebsbehandlung in die Türkei, nach China oder Indien, sagt er. Ein Krankenversicherungssystem gebe es nicht. Stattdessen springe in Usbekistan die Familie ein, «das ist unsere lokale Mentalität».

Artjom Pokaschalow errichtet eine Krebsklinik in der Hauptstadt Taschkent - die Geräte kommen aus Deutschland. Foto: Silke Bigalke

Artjom Pokaschalow wird wahrscheinlich nicht der einzige Investor bleiben, Einzelheiten möchte er noch nicht nennen. Umso mehr muss er darauf vertrauen, dass der liberale Kurs der Regierung andauert. Der Wandel sei spürbar, sagt er zuversichtlich, Regierungsvertreter sprächen in einem anderen Ton mit Unternehmern als früher. «Sie reden nicht wie ein General zu seinen Soldaten mit uns, sondern wie mit Partnern.»

Die Firma, die die Klinik ausstattet, wurde von Alexei Swerdlow aufgebaut. Er ist selbst in Usbekistan geboren, ging als 14-Jähriger mit seinen Eltern nach Deutschland. Bis vor zwei Jahren hatte der heute 38-Jährige keinen Kontakt mehr in sein Geburtsland. Jetzt fährt der Ingenieur regelmässig nach Taschkent und hat dort ein eigenes Team. «In den letzten zwei Jahren ist in Usbekistan mehr passiert als in den letzten 20 Jahren», sagt er. Swerdlow hat insgesamt sechs Klinikprojekte angestossen. Ob die alle realisiert würden, sei eine andere Frage, gibt er zu. Doch eines glaubt er sicher: «In 20 Jahren wird kein weisser Fleck mehr in Usbekistan sein.»

«Grosse Aufbruchstimmung»

Auch das deutsche Unternehmen Knauf investiert kräftig: Es hat sein Werk in Buchara, eine Putzgipsanlage, erweitert und ein Schulungszentrum eingerichtet. Im Ferganatal entsteht ein neues Gipsbauplattenwerk, und in Taschkent will das Unternehmen bald Wohnraummodule für erdbebensichere Mehrfamilienhäuser herstellen. Alles in allem ein Investitionsvolumen von etwa 100 Millionen Euro. Die Firma war schon zu Karimows Zeiten in Usbekistan aktiv. «Aber wir haben relativ wenig investiert und eigentlich nur unsere Produktion gesichert», sagt Manfred Grundke, Geschäftsführender Gesellschafter der Knauf-Gruppe. Die Reformen der neuen Regierung wie die Freigabe der Wechselkurse oder die Ankündigung, dass demnächst der private Erwerb von Grund und Boden möglich sein werde, machten das Land für Investoren interessant. Ob der Wandel hält? «Entscheidend ist, dass die Reformen bei der Bevölkerung ankommen», sagt Grundke. «Wenn wir mit unseren Mitarbeitern sprechen, dann stellen wir eine grosse Aufbruchstimmung fest.»

Zumindest wird überall im Land gebaut, vor allem in der Hauptstadt. Der Bauzaun von Taschkent City, dem Megaprojekt im Stadtzentrum, erstreckt sich über einen Kilometer. Dort sollen mehrere Einkaufszentren entstehen, Bürotürme, Luxuswohnungen, ein grosser Park, usbekischen Medien zufolge für insgesamt 1,3 Milliarden Dollar. Das gefällt nicht allen, und es gibt Menschen, die sagen, dass sich hier wieder nur eine Elite bereichere. Viele alte Häuser und Viertel sind abgerissen worden, um Platz zu machen für das neue Taschkent. Bewohner mussten umziehen, einige haben protestiert. Manche erzählen, dass sie monatelang in provisorischen Unterkünften hätten leben müssen.

Die Unternehmerin Muchabbat Taschmuchamedowa gehört zu jenen, die sich über den Bauboom freuen. Sie stellt Arbeitskleidung und Uniformen her, genäht aus usbekischer Baumwolle. «Wenn die Investoren kommen», sagt sie, «arbeiten dort in jedem Fall unsere Leute.» Sie meint die Usbeken auf den Baustellen, und für die näht sie die Arbeitskleidung. Der Hauptsitz des Familienunternehmens Nurafshon-Nur liegt in einem Industrieviertel von Taschkent, man kann hier Autos, Baumaterialien und Türen kaufen. Die Näherei befindet sich in einem Innenhof, drinnen sitzen etwa 20 Frauen über Nähmaschinen gebeugt.

Muchabbat Taschmuchamedowa fertigt in ihren Nähereien Arbeitskleidung und T-Shirts. Seitdem der neue Präsident regiert, sagt sie, seien die Umsätze gestiegen. Foto: Silke Bigalke

Die Chefin führt in kanariengelb gemusterter Bluse durch die Räume. Muchabbat Taschmuchamedowa holt eine blaue Umhängetasche aus einem Regal, speziell entworfen für den Hadsch. Seitdem die Menschen in Usbekistan wieder freier ihre Religion ausüben dürfen, ist die Pilgerfahrt nach Mekka zum Trend geworden. Im Schauraum nebenan hängen T-Shirts, die Unternehmerin holt einige von der Stange und zeigt stolz das Etikett «Made in Uzbekistan». Das Unternehmen hat noch drei weitere Standorte und etwa 80 Mitarbeiter. Seitdem der neue Präsident regiert, steigen die Umsätze, sagt Taschmuchamedowa. Ihre drei Kinder sind inzwischen ins Unternehmen eingestiegen.

Ehrenplatz für den Präsidenten

Was sagt sie zur Zwangsarbeit? Die Unternehmerin tut, als würde sie die Frage nicht verstehen. «Wenn bei uns Baumwolle geerntet wurde, musste alles zu einer bestimmten Zeit fertig sein», sagt sie dann. Das sei kein Problem gewesen. Die Studenten hätte das gern gemacht, und sie auch, damals zur Sowjetzeit. «Das war unsere beste Zeit», die Zeit auf dem Feld.

Ihre Familie war auch zu Karimows Zeiten erfolgreich, der Vater Direktor einer Schuhfabrik. Sie selbst verliert kein kritisches Wort über den früheren Diktator. An den Wänden im Raum ­hängen viele Urkunden in vergoldeten Rahmen, Fotos zeigen die Erfolge der vergangenen Jahre. Muchabbat Taschmuchamedowa hat das Familienunternehmen im Jahr 2000 übernommen, der neue Staatspräsident übernahm erst 2016. Sein Foto hängt an einem Ehrenplatz an der Wand, gleich über den Schaufensterpuppen, die Arbeitsjacken tragen und rote Coca-Cola-Käppis.

Erstellt: 21.09.2019, 12:37 Uhr

In Zahlen

33 Millionen

In Usbekistan, das grösser ist als Deutschland, Belgien, Luxemburg und die Schweiz zusammen, leben rund 33 Millionen Menschen.

170'000

Bei der Baumwollernte 2018 sollen laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 2,5 Millionen Menschen mitgearbeitet haben, 170000 davon als Zwangsarbeiter. Deren Anteil sei markant gesunken.

Artikel zum Thema

Karimowas Millionen: Jetzt macht der Ex-Mann Ansprüche geltend

800 Millionen der usbekischen Präsidententochter wurden in der Schweiz eingefroren. Jetzt will Mansur Maqsudi seinen Teil. Mehr...

Zwischen Diktatur und Wohlstand

Essay Ostasien muss sich neu erfinden, die Pax Americana hat zu bröckeln begonnen. Doch den Staaten fehlt bisher jede Vorstellung, wie die Region künftig aussehen soll. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Kommentare

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Herbstlich gefärbte Weinberge: Winzer arbeiten in Weinstadt, im deutschen Baden-Württemberg. (17. Oktober 2019)
(Bild: Christoph Schmidt/DPA) Mehr...