Rüstungsausgaben steigen – ausser in den USA und Westeuropa

China, Russland und Saudiarabien rüsteten 2014 kräftig auf. Die grossen europäischen Nationen und die USA hingegen nahmen am Militärbudget Kürzungen vor. So bleiben die Gesamtrüstungsausgaben weltweit gleich.

Erhöhte die Militärinvestitionen um 17 Prozent: Saudiarabische Armee. (Archivbild)

Erhöhte die Militärinvestitionen um 17 Prozent: Saudiarabische Armee. (Archivbild) Bild: Reuters

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Die Militärausgaben in weiten Teilen der Welt haben sich angesichts der Krisenherde in Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika erhöht. In USA und in Westeuropa seien Rüstungsetats jedoch gestutzt worden, hiess es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des Internationalen Friedensforschungsinstituts in Stockholm SIPRI. Dadurch blieben die globalen Gesamtrüstungsausgaben 2014 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Die USA reduzierten ihre Militärausgaben als Teil von Massnahmen zur Kürzung des Haushaltsdefizits um 6,5 Prozent. Die drei Nationen mit dem grössten Rüstungsausgaben nach den USA – China, Russland und Saudiarabien – hätten ihre Waffenkäufe jedoch massiv ausgeweitet. Ganz oben stand die Führung in Riad, die ihre Militärinvestitionen um 17 Prozent erhöhte. Chinas Ausgaben stiegen um 9,7 Prozent auf geschätzte 216 Milliarden Dollar.

SIPRI-Programmdirektor Sam Perlo-Freeman sagte, der Ukraine-Konflikt habe viele europäische Länder in der Nähe Russlands zu erhöhten Rüstungsausgaben veranlasst, vor allem im Baltikum und im Norden des Kontinents. Doch die fünf Nationen mit den traditionell grössten Militärinvestitionen – Frankreich, Grossbritannien, Deutschland, Italien und Spanien – hätten für das laufende Jahr weitere Kürzungen in kleinem Umfang vorgesehen.

Die Regierung in Kiew erhöhte ihre Militärausgaben 2014 um 20 Prozent und will im laufenden Jahr für ihre Streitkräfte mehr als das Doppelte ausgeben. Auch Moskau plane umfangreichere Rüstungszukäufe. (chk/AP)

Erstellt: 13.04.2015, 03:53 Uhr

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