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AfD geht offenbar gegen SVP-Werber vor

Die Schweizer Goal AG darf laut einem «Spiegel»-Bericht nicht mehr für die Partei werben. Grund sei eine Untersuchung wegen illegaler Parteifinanzierung.

Hat für die SVP und die AfD geworben: Alexander Segert, Chef der Goal AG.
Hat für die SVP und die AfD geworben: Alexander Segert, Chef der Goal AG.
Dominik Meienberg

Die PR-Agentur des SVP-nahen Politwerbers Alexander Segert war laut früheren Recherchen des «Spiegel» an umfangreichen Plakatkampagnen zugunsten der Partei «Alternative für Deutschland» (AfD) massgeblich beteiligt. Die Kampagne wurde vom AfD-freundlichen «Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten» organisiert, für den Segert zudem eine politische Veranstaltung auf einem Boot in Berlin mitorganisierte, an der er persönlich teilnahm.

Segert und seine PR-Agentur Goal AG sind vor allem für ihre SVP-Kampagnen bekannt. Der Deutsche, der 1985 in die Schweiz zog, ist der Urheber vieler umstrittener Wahlkampagnen der Rechtspartei – unter anderem auch für das Schäfchen-Plakat.

Prüfverfahren wegen illegaler Parteifinanzierung

Jetzt wendet sich die AfD-Spitze offenbar gegen Segert und den Verein. Wie der «Spiegel» in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat der Parteivorstand dem Verein untersagt, das Logo der Partei zu verwenden und unter Nennung des Parteinamens zur Wahl der AfD aufzurufen. Die gleiche Aufforderung sei an Segerts Goal AG gegangen.

Hintergrund dürfte ein Prüfungsverfahren der Bundesverwaltung sein, das laut dem Nachrichtenmagazin mehrere Kampagnen der Schweizer Agentur unter die Lupe nimmt. Im Fokus steht offenbar die Frage nach illegaler Parteienfinanzierung im Zusammenhang mit dem «Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten» während den Bundestagswahlen im Jahr 2016. Segert wollte gegenüber dem «Spiegel» keine Stellung nehmen.

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