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Trump-Sprecher rechtfertigt Festhalten von 5-Jährigem

Wegen Trumps Einreisestopp wurde ein iranischstämmiger Bub in Washington zunächst an der Einreise gehindert. Die Empörung war gross – das Weisse Haus wiegelt ab.

Bei der Einreise festgehalten: Die Iranerin und ihr Sohn sind endlich wiedervereint. (30. Januar 2017) Video: Tamedia/AFP

Eine Frau trägt am Flughafen in Washington ihren Sohn überglücklich auf den Armen. Sie küsst ihn mehrmals und singt «Happy Birthday». Soeben wurden sie und ihr Kind wiedervereint. Mehrere Familienmitglieder mit Blumen und Ballonen in den Händen begleiten die beiden, zeigt ein Video, das von «WJLA» veröffentlicht wurde.

Der Fünfjährige reiste mit einem anderen Familienmitglied und durfte wegen Trumps neusten Massnahmen nicht in die USA einreisen. US-Beamte legten den Buben laut britischen Medien gar in Handschellen. Dafür gibt es aber keinen Beleg.

Mehrere Stunden wartete die Mutter auf ihr Kind, wie verschiedene US-Medien berichten. Die Iranerin wandte sich schliesslich an den Gouverneur von Virginia, Terry McAuliffe, um Hilfe zu bekommen – mit Erfolg.

5-Jähriger als Terrorverdächtiger

Der Vorfall befeuerte die Kritik an Trumps Einreisesperre für Bürger aus sieben muslimischen Ländern. Darauf angesprochen, erklärte Präsidentensprecher Sean Spicer, weshalb er das Vorgehen der Grenzschützer völlig legitim findet. Denn es wäre «töricht und falsch», anzunehmen, «dass jemand nur aufgrund seines Alters oder seines Geschlechts keine Bedrohung darstellen könnte».

Der Bub besitzt nach Angaben von Senator Chris Van Hollen auch die US-Nationalität, wie der «Mirror» schreibt. Er lebe im Bundesstaat Maryland.

Trump hatte am Freitag angeordnet, dass Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern 90 Tage lang keine Visa erhalten dürfen. Sämtlichen Flüchtlingen wurde die Einreise für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit.

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