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60 tote Demonstranten in acht Wochen

Die Proteste in Venezuela gegen Staatschef Maduro haben ein weiteres Todesopfer gefordert. Das Land leidet unter der höchsten Inflation der Welt.

Proteste in Venezuela: Das sind die Ikonen des Widerstands. (Video: Tamedia/AFP)

Bei den anhaltenden Protesten gegen die Regierung in Venezuela ist erneut ein Demonstrant ums Leben gekommen. Der 20-Jährige starb am Sonntag in einem Spital der Stadt Lechería im Bundesstaat Anzoátegui, wie die venezolanische Staatsanwaltschaft mitteilte.

Seit April gehen fast täglich Menschen auf die Strassen: Der Musiker Wuilly Arteaga (oben Mitte) spielt neben den Demonstranten während der Proteste in Caracas. (27. Mai 2017)
Seit April gehen fast täglich Menschen auf die Strassen: Der Musiker Wuilly Arteaga (oben Mitte) spielt neben den Demonstranten während der Proteste in Caracas. (27. Mai 2017)
EPA/Mauricio Dueñas Castañeda, Keystone
Er ist Zielscheibe der Proteste: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, hier an einer Veranstaltung mit seinen Anhängern. (3. Mai 2017)
Er ist Zielscheibe der Proteste: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, hier an einer Veranstaltung mit seinen Anhängern. (3. Mai 2017)
Ariana Cubillos, Keystone
Die Polizei geht mit Tränengas gegen die Protestierenden vor.
Die Polizei geht mit Tränengas gegen die Protestierenden vor.
Ariana Cubillos, Keystone
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Der Mann war laut Medienberichten tags zuvor bei einer Demonstration – neben weiteren Menschen – verletzt worden. Nach fast acht Wochen landesweiten Protesten stieg die Zahl der Todesopfer damit auf 60. Mehr als 1000 Menschen wurden verletzt.

Inflation und Kindersterblichkeit

Im ölreichsten Land der Welt gehen seit Anfang April fast täglich Menschen auf die Strasse, um gegen eine Aushöhlung der Demokratie unter dem sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro zu protestieren. Auslöser der Protestwelle war die zeitweise Entmachtung des Parlaments, das von der Opposition kontrolliert wird.

Nach Jahren der Misswirtschaft leidet Venezuela zudem unter der höchsten Inflation der Welt und einer dramatischen Versorgungskrise. Es fehlen Lebensmittel und Medikamente, die Kindersterblichkeit war zuletzt um 30 Prozent gestiegen.

(SDA)

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