Bericht: Weisses Haus verlangte Pläne für Iran-Angriff

Für die US-Regierung war ein Militäreinsatz im Iran offenbar eine Option. Das löste laut einem Bericht im Pentagon höchste Sorge aus.

Schockierte mit einer Anfrage das Pentagon: Das Weisse Haus in Washington. (13. Januar 2019)

Schockierte mit einer Anfrage das Pentagon: Das Weisse Haus in Washington. (13. Januar 2019) Bild: Alex Brandon/Keystone

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Das Weisse Haus hat beim US-Verteidigungsministerium laut einem Zeitungsbericht im September Pläne für einen Militäreinsatz gegen den Iran angefordert. Der Schritt löste demnach im Pentagon höchste Sorge aus.

Der Nationale Sicherheitsrat von Präsident Donald Trump habe das Verteidigungsministerium aufgefordert, dem Weissen Haus militärische Optionen für einen Angriff auf den Iran zu liefern, berichtete das «Wall Street Journal» am Sonntag unter Berufung auf frühere und amtierende Regierungsvertreter.

Die Forderung habe im Pentagon grosse Unruhe gestiftet, hiess es in dem Bericht weiter: «Die Leute waren schockiert», zitierte die Zeitung eine anonyme Quelle. «Es war verwirrend – ihre hemdsärmelige Art, über einen Angriff auf den Iran zu sprechen.» Auf AFP-Anfrage erklärte das Pentagon zu dem Bericht, es gehöre zu den normalen Aufgaben des Ministeriums, Pläne für das Weisse Haus auszuarbeiten.

Die Anforderung des Angriffsplans erfolgte dem «Wall Street Journal» zufolge, nachdem am 7. September drei Granaten im hoch gesicherten Regierungsviertel der irakischen Hauptstadt Bagdad eingeschlagen waren. Dort ist auch die US-Botschaft untergebracht. Washington hatte damals pro-iranische Milizen für den Angriff verantwortlich gemacht und Teheran gedroht, die USA würden «rasch und entschieden handeln», sollten US-Vertreter oder US-Regierungsgebäude bei einem Angriff beschädigt werden.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton ist für seine harte Haltung zum Iran bekannt. 2015 veröffentlichte er einen Beitrag in der «New York Times» mit dem Titel «Um den Iran zu stoppen, muss man den Iran bombardieren». (chk/sda)

Erstellt: 14.01.2019, 03:21 Uhr

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