China weist Hacker-Vorwürfe zurück

Die US-Anschuldigungen seien eine «schwerwiegende Belastung» der Beziehungen, erklärt das chinesische Aussenministerium.

Die Beschuldigungen der US-Behörden seien eine «vorsätzliche Diffamierung», erklärte die chinesische Aussenministerin Hua Chunying.

Die Beschuldigungen der US-Behörden seien eine «vorsätzliche Diffamierung», erklärte die chinesische Aussenministerin Hua Chunying. Bild: Jason Lee/Reuters

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China hat Anschuldigungen der USA und anderer Länder wegen Wirtschaftsspionage zurückgewiesen. Solche Vorwürfe seien verleumderisch, erklärte das Aussenministerium in Peking am Freitag. Die Beschuldigungen der US-Behörden seien völlig «aus der Luft gegriffen» und eine «vorsätzliche Diffamierung», hiess es weiter vom chinesischen Aussenamt.

Das Vorgehen sei eine «schwerwiegende Belastung» für die gegenseitigen Beziehungen, wurde Aussenamtssprecherin Hua Chunying zitiert. China habe offiziell Protest eingelegt. Washington müsse sein «Fehlverhalten umgehend korrigieren».

Die USA müssten auch ihre Anklage gegen zwei angebliche Hacker aus China zurücknehmen. Die Volksrepublik werde alle notwendigen Schritte einleiten, um ihre Interessen zu wahren. Auch dürfe nicht vergessen werden, dass es seit langem ein offenes Geheimnis sei, dass US-Regierungsbehörden ausländische Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen ausspähen würden.

Vertrauliche Daten als Ziele

Der Streit dürfte die wegen des Handelskonflikts ohnehin schon gespannten Beziehungen zwischen den USA und China weiter belasten. Die USA hatten am Donnerstag Anklage gegen zwei mutmassliche chinesische Hacker erhoben, die mit den chinesischen Behörden zusammengearbeitet haben sollen. Ihr Ziel soll gewesen sein, geistiges Eigentum sowie vertrauliche Geschäfts- und Technologiedaten zu stehlen.

Betroffen seien unter anderem die US-Marine und die Raumfahrtbehörde Nasa. Die Hacker hätten Verbindungen zum chinesischen Ministerium für Staatssicherheit gehabt.

Zudem hatte die britische Regierung China eine weltweite Kampagne von Cyberattacken gegen Wirtschaftsziele in Europa, Asien und den USA vorgeworfen. Eine Hackergruppe mit Namen APT10 gehe auf Betreiben des Ministeriums für Staatssicherheit vor.

Schweiz auf betroffen

Hunderte Gigabyte heikler Daten seien gestohlen worden, hiess es weiter. Mindestens zwölf Länder seien betroffen. Auch die Schweiz sei laut dem US-Justizministerium unter den ausgehorchten Staaten. Die Angriffe seien über Jahre erfolgt, vermutlich im Zeitraum zwischen 2006 und 2018. Die Hacker hätten Schadsoftware platziert und Daten abgefischt.

Darüber hinaus hatten mehrere mit den Vorgängen befasste Personen der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, eine Gruppe von Hackern sei im Auftrag chinesischer Behörden wiederholt in Computersysteme von HPE und IBM eingedrungen. Von dort aus hätten sie sich Zugang zu Kunden-Systemen verschafft. (ij/sda)

Erstellt: 21.12.2018, 08:16 Uhr

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