Frau wirft Trump vor, sie mit 13 Jahren vergewaltigt zu haben

«Jane Doe» wollte heute an die Öffentlichkeit – Donald Trump soll sie 1994 vergewaltigt haben, als sie noch minderjährig war. Doch Drohungen verhindern nun die Medienkonferenz.

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«Jane Doe bricht ihr Schweigen», twitterte ihre Anwältin Lisa Bloom gestern. Die damals 13-Jährige soll im Jahr 1994 auf einer Party von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump vergewaltigt worden sein – und das mehrmals. Der Name «Jane Doe» ist ein Pseudonym.

Der Fall sorgt in den sozialen Medien bereits seit Monaten für Aufregung. Heute wollte das mutmassliche Vergewaltigungsopfer erstmals an die Öffentlichkeit treten. Doch die Medienkonferenz wurde im letzten Moment aus Sicherheitsgründen abgesagt. Es habe Drohungen gegeben.

Trumps Anwalt bezeichnete Vorwürfe als «unwahr»

Es ist gemäss dem US-Nachrichtenportal Thedailybeast.com nicht das erste Mal, dass Interviews mit «Jane Doe» in letzter Minute abgesagt wurden.

Trumps Anwalt hatte die Anschuldigungen gegenüber dem Magazin «Politico» schon im September als «kategorisch unwahr» bezeichnet. Auch der TV-Moderator Sean Hannity glaubt nicht an die Geschichte von «Jane Doe».

In seiner eigenen Show auf dem TV-Sender Fox News sagte er kürzlich: «Ich glaube nicht, dass irgendetwas davon wahr ist», zitiert ihn Rawsotry.com. Er verdächtigte seine Konkurrentin Hillary Clinton, hinter den Vorwürfen zu stecken. Bisher hätten Trump 12 Frauen sexuelle Übergriffe vorgeworfen – «doch keiner kennt ihre Namen», so Hannity.

Trump holt auf

Auch auf Twitter glaubt nicht jeder an die Existenz von «Jane Doe». So auch ein Kolumnist der New York Post, Seine Vermutung: «Jane Doe wird nie erscheinen. Es ging bloss darum, diese Geschichte in Umlauf zu bringen.»

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl holt Donald Trump auf. Seit der Bekanntgabe neuer FBI-Ermittlungen zur E-Mail-Affäre seiner Rivalin Hillary Clinton gewinnt der Republikaner nicht nur in Umfragen hinzu, sondern auch bei Wettanbietern. Die Wahlen finden am 8. November statt.

(pat)

Erstellt: 03.11.2016, 09:02 Uhr

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