Hillary-Clinton-Dokus gestrichen

Zwei geplante Dokumentarfilme zu Hillary Clinton werden nun doch nicht realisiert. US-Republikaner waren gegen diese «Werbung» Sturm gelaufen.

Sie gilt vielen als mögliche Präsidentschaftskandidatin: Hillary Clinton, hier an einer Veranstaltung der «Clinton Global Initiative» in New York. (25. September 2013)

Sie gilt vielen als mögliche Präsidentschaftskandidatin: Hillary Clinton, hier an einer Veranstaltung der «Clinton Global Initiative» in New York. (25. September 2013) Bild: AFP

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Nach massiven Protesten der Republikaner sind die Pläne zweier grosser US-Sender, Dokumentarfilme über Ex-Aussenministerin Hillary Clinton zu produzieren, fallengelassen worden. Er habe einfach keinen Interviewpartner gefunden, sagte der renommierte Filmemacher Charles Ferguson, der für CNN einen nach eigenen Angaben «durchaus kontroversen» Film über Clinton drehen wollte. Auch Clinton selbst, die früher zeitweise US-Senatorin und First Lady war, zeigte sich zu einer Zusammenarbeit nicht bereit.

Ferguson, der 2011 für seinen Dokumentarfilm «Inside Job» über die weltweite Finanzkrise mit dem Oscar ausgezeichnet worden war, betonte, er habe die Entscheidung allein getroffen. Von CNN habe er weiterhin alle Unterstützung gehabt. Wenige Stunden später gab auch NBC Entertainment bekannt, dass die geplante Miniserie «Hillary» gestrichen worden sei. «Nach einer Überprüfung aller Projekte haben wir entscheiden, die Arbeit an der Miniserie nicht weiter fortzusetzen», erklärte der Sender.

Werbung für mögliche Präsidentschaftskandidatin

Die beiden Projekte waren vor allem bei den Republikanern auf scharfen Protest gestossen. Mehr als drei Jahre vor den nächsten Präsidentschaftswahlen warf Parteichef Reince den Sendern in einem Schreiben vor, mit den geplanten Filmen Werbung für Clintons «im Werden begriffene Kampagne» – als mögliche Präsidentin – zu machen. Sollten sie die Produktionen nicht stoppen, werde er sich dafür einsetzen, dass seine Partei an keiner Vorwahldebatte der beiden Sender teilnehme, drohte er.

Clinton hatte sich 2008 um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten beworben, war aber knapp ihrem Rivalen Barack Obama unterlegen. Sie wurde stattdessen für eine Amtszeit Obamas Aussenministerin. Obwohl sie wiederholt erklärt hatte, dass sie nach zwei Jahrzehnten in der politischen Öffentlichkeit mehr Zeit für sich haben wolle, halten sich hartnäckig Spekulationen, sie könnte bei der Wahl 2016 einen neuen Anlauf nehmen. (rub/AFP)

Erstellt: 01.10.2013, 12:09 Uhr

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