Im Secret Service – nach 48 Stunden Ausbildung

Die Leibwächter von US-Präsident Barack Obama seien «überlastet». Zu diesem Schluss kommen Experten, nachdem sie die Elitetruppe untersucht haben. Als erstes soll jedoch der Zaun ums Weisse Haus erhöht werden.

Der Secret Service braucht Reformen: Ein Obama-Leibwächter vor dem Zaun des Weissen Hauses. (18. Dezember 2014)

Der Secret Service braucht Reformen: Ein Obama-Leibwächter vor dem Zaun des Weissen Hauses. (18. Dezember 2014) Bild: Reuters

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Nach mehreren Zwischenfällen im Umfeld von US-Präsident Barack Obama hat ein unabhängiges Gutachten schwere Mängel beim Secret Service festgestellt. Obamas Leibwächter erhalten laut einer Untersuchungskommission lediglich eine Schnellbleiche.

Die Leibwächter des Präsidenten seien völlig überarbeitet und ihre Ausbildung mit durchschnittlich 42 Stunden viel zu kurz, hiess es am Donnerstag in der öffentlich zugänglichen Zusammenfassung eines geheimen Berichts der Untersuchungskommission.

Höherer Zaun

Die erste Empfehlung der vier Gutachter lautet jedoch, das Weisse Haus mit einem neuen, mindestens 1,5 Meter höheren Zaun zu versehen. Der neue Zaun dürfe auch keine Querstreben oder andere Elemente mehr enthalten, die Unbefugten das Klettern erleichtern könnten. Der gegenwärtige ist etwa 2,30 Meter hoch.

(Video: Reuters)

Über diesen Zaun war Mitte September ein Irak-Veteran mit einem Messer geklettert und bis ins Gebäude vorgedrungen, bis er von einem Agenten gestoppt wurde, der eigentlich schon im Feierabend war. Im September war ein bewaffneter und vorbestrafter Mitarbeiter eines privaten Wachdienstes bei einem Obama-Besuch in Atlanta mit dem Präsidenten im Aufzug gefahren.

Neuer Direktor soll von ausserhalb kommen

Nach dem Zaun-Vorfall trat die Secret-Service-Chefin Julia Pierson zurück. Das Gremium empfiehlt nun, dass der neue Direktor möglichst von ausserhalb der Behörde kommen sollte.

Für das Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Innere Sicherheit wurden weit mehr als 100 Zeugen und Fachleute befragt. Viele weitere Sicherheitsempfehlungen wurden als geheim eingestuft. (chk/sda)

Erstellt: 19.12.2014, 01:42 Uhr

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