Mexiko-Stadt kämpft mit Milliarden gegen den Untergang

Mit einem 1,3 Milliarden Dollar teuren Kanal will die Millionenmetropole sein jahrhundertealtes Abwasserproblem lösen. Und das eigene Absinken stoppen.

Problembeladen: Smog und Abwasser sind zwei der grössten Probleme von Mexiko-Stadt.

Problembeladen: Smog und Abwasser sind zwei der grössten Probleme von Mexiko-Stadt. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Weil die Millionenmetropole immer mehr Einwohner hat und mehr Grundwasser aus dem Boden pumpen muss, sinkt sie immer weiter ab. Daher können in Mexiko-Stadt über die bestehenden Kanäle die Abwässer nicht mehr allein durch das natürliche Gefälle abgeleitet werden. Sie müssen abgepumpt werden.

Die mexikanische Hauptstadt liegt in einem ursprünglich abflusslosen Becken. Daher kommt es auch immer wieder zu Überschwemmungen - seit der Gründung durch die Azteken im Jahr 1325.

Über 60 Kilometer lang

Dem Problem will Staatspräsident Felipe Calderon nun mit einem Mammutprojekt begegnen. Für 1,3 Milliarden Dollar wird ein neuer Abflusskanal gebaut. Er verläuft über mehr als 60 Kilometer und hat einen Durchmesser von sieben Metern.

Schon die Azteken kannten das Problem. Sie bauten Deiche gegen die Fluten. Nach der Eroberung im Jahr 1521 bauten die Spanier einfache Kanäle, die das Abwasser abführten. (se/ap)

Erstellt: 14.08.2008, 13:53 Uhr

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Mamablog Papa rettet das Klima

Never Mind the Markets Nullzinsen trotz Boom

Paid Post

Zucker reduzieren und geniessen

Früher heiss begehrt, später vom Light-Trend verstossen, heute wieder bewusst verzehrt – das Image von Zucker hat sich in den vergangenen 100 Jahren immer wieder drastisch verändert.

Die Welt in Bildern

Es herbstelt: Sonnenaufgang im Morgennebel bei Müllrose, Ostdeutschland (19. September 2017).
(Bild: Patrick Pleu) Mehr...