NBC-Kameramann an Ebola erkrankt

Ein freischaffender Mitarbeiter eines US-Nachrichtensenders infizierte sich in Liberia mit Ebola. Er wurde zusammen mit dem ganzen TV-Team in die USA ausgeflogen. Auch in Deutschland landete ein Patient.

Höchste Sicherheitsstufe: Ein Mitarbeiter der Universitätsklinik Frankfurt mit Schutzanzug. (3. Oktober 2014)

Höchste Sicherheitsstufe: Ein Mitarbeiter der Universitätsklinik Frankfurt mit Schutzanzug. (3. Oktober 2014) Bild: Reuters

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Ein in Liberia für den US-Sender NBC News arbeitender Kameramann ist an Ebola erkrankt. Der aus den USA stammende Freischaffende werde zur Behandlung in die Vereinigten Staaten gebracht, teilte der Sender in der Nacht auf Freitag mit.

NBC News zufolge war der Mann am Dienstag für Dreharbeiten in der Hauptstadt Monrovia engagiert worden. Die übrigen NBC-Mitarbeiter würden ebenfalls in die USA ausgeflogen und dort zunächst für drei Wochen unter Quarantäne gestellt, teilte die Chefin des Senders, Deborah Turness, mit. Liberia gehört zu den am stärksten von der Ebola-Epidemie in Westafrika betroffenen Ländern.

In Deutschland ist in der Nacht auf Freitag unter strengen Sicherheitsmassnahmen ein Ebola-Patient am Flughafen Frankfurt angekommen. Es handelt sich um einen Mitarbeiter einer Hilfsorganisation. Über die Nationalität und das Einsatzland des Mannes machten die Behörden keine Angaben.

UNO will Flugverkehr weiterführen

Trotz des ersten Ebola-Falls in den USA sollte der Flugverkehr von und in die betroffenen westafrikanischen Staaten aus Sicht der UNO beibehalten werden. Es sei äusserst wichtig, diese Länder nicht zu isolieren, sagte der Sprecher von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, Stephane Dujarric, am Donnerstag. Eine Aussetzung des Luftverkehrs würde die politische und ökonomische Lage der Staaten verschlimmern.

Bei einem Liberianer war Ende vergangener Woche nach einem Aufenthalt in seinem Heimatland in Dallas Ebola nachgewiesen worden. Seine Reise führte ihn über Monrovia, Brüssel und Washington nach Texas. Vor diesem Hintergrund unterstrich Dujarric die Notwendigkeit, Fluggäste bei ihrer Abreise und Ankunft medizinisch durchzuchecken.

Liberia ist neben Sierra Leone und Guinea das von der Ebola-Seuche am härtesten getroffene Land in Westafrika. Die Krankheit wird über Körperflüssigkeiten übertragen, doch ist sie erst ansteckend, wenn sich Symptome zeigen. Für eine Übertragung ist enger Kontakt nötig.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation haben sich bislang mehr als 7100 Menschen mit dem Ebola-Virus infiziert, mehr als 3300 sind gestorben. Symptome können etwa Fieber, Muskelschmerzen, Übelkeit oder Blutungen sein. (chk/sda/AP)

Erstellt: 03.10.2014, 05:05 Uhr

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