Nachwahl in Pennsylvania ist äusserst knapp

Stimmungstest für Trumps Regierung: Auch nach der Auszählung von 99 Prozent der Stimmen ist unklar, wer in Pennsylvania das Rennen macht.

Gelingt ihm in Pennsylvania die Sensation? Demokrat Conor Lamb. (13. März 2018)

Gelingt ihm in Pennsylvania die Sensation? Demokrat Conor Lamb. (13. März 2018) Bild: Keystone

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Die Kongress-Nachwahl im US-Bundesstaat Pennsylvania ist extrem knapp ausgefallen. So knapp, dass mit der Bekanntgabe des Ergebnisses erst im Lauf des Mittwochs gerechnet wurde.

Bei 99 Prozent der ausgezählten Stimmen für den 18. Distrikt lag der Demokrat Conor Lamb mit nur 847 von rund 223'000 Stimmen vor dem Republikaner Rick Saccone. Das waren 0,4 Prozentpunkte. Für die Entscheidung fehlten zuletzt einige tausend Briefwahlstimmen, die erst im Lauf der Nacht (Ortszeit) mehrere Stunden lang gezählt werden sollten.

Im Jahr der Kongresswahlen ist das sehr enge Ergebnis für die Demokraten dennoch eine ausgesprochen gute Nachricht. Die Wahl galt als wichtiger Fingerzeig, fand die Nachwahl doch in einem traditionell sehr republikanischen Bezirk statt.

Der Wahldistrikt im früher industriell geprägten «Rust Belt» gilt in seiner Zusammensetzung als Kernland der Wählerschaft von US-Präsident Donald Trump. Er hatte den Bezirk 2016 mit fast 20 Punkten Vorsprung für sich entschieden.

Warnsignal für Trump

Der 33-jährige Demokrat Lamb, ein Ex-Marine und früherer Staatsanwalt, hatte vergleichsweise konservative Positionen bezogen. Lambs sehr starkes Abschneiden könnte im Wahljahr andere Demokraten ermutigen, es mit einer ähnlichen Strategie zu versuchen.

Das enge Ergebnis dürfte in der Partei des US-Präsidenten mit Blick auf den Herbst alle Warnlampen angehen lassen. Die Republikaner haben den früher von Stahl und Kohle geprägten Distrikt vor dieser Wahl acht Mal nacheinander gewonnen. Der geringste Abstand zum konkurrierenden Demokraten waren dabei 15 Punkte. Der Bezirk ist so republikanisch, dass 2014 und 2016 erst gar kein Demokrat antrat.

Die Wahl war nötig geworden, weil der Republikaner Tim Murphy 2017 wegen einer sexuellen Affäre zurückgetreten war. (chk/sda)

Erstellt: 14.03.2018, 04:31 Uhr

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