Obama hält Versprechen und halbiert Haushaltsdefizit

Als frisch gewählter Präsident der USA schwor Barack Obama nach Amtsantritt die Amerikaner auf ein drastisches Sparprogramm ein – mit Erfolg. Trotzdem ist der Schuldenberg noch riesig.

Hielt sein Wahlversprechen zum Haushaltsdefizit: US-Präsident Barack Obama. (30. Oktober 2013)

Hielt sein Wahlversprechen zum Haushaltsdefizit: US-Präsident Barack Obama. (30. Oktober 2013) Bild: Reuters

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Das Haushaltsdefizit der USA ist innerhalb der rund fünf Jahre seit Präsident Barack Obamas Amtsantritt mehr als halbiert worden. Der Fehlbetrag für das Haushaltsjahr 2013 belief sich auf 680 Milliarden Dollar, wie das Finanzministerium in Washington am Mittwoch mitteilte.

Das seien 4,1 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP). Bei Obamas Amtsantritt im Januar 2009 betrug das Defizit noch 9,2 Prozent des BIP. Das sei der schnellste nachhaltige Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Finanzminister Jacob Lew laut der Mitteilung.

Angesichts der enormen Staatsschulden hatte der neu gewählte Präsident die Amerikaner damals auf ein drastisches Sparprogramm eingeschworen. In einer Rede vor dem Kongress hatte er erklärt, das Haushaltsdefizit von damals 1,3 Billionen Dollar innerhalb der nächsten vier Jahre halbieren zu wollen.

Doch trotz ihres sinkenden Fehlbetrags im Haushalt sitzen die USA noch auf einem gewaltigen Schuldenberg. Schon kurz nach dem Ende des erbitterten Finanzstreits stiegen die Staatsschulden erstmals über die Marke von 17 Billionen Dollar.

Der Kongress hatte das Kreditlimit nach langem Streit vorübergehend ausgesetzt. Bis zum 7. Februar 2014 dürfen sich die USA damit zunächst wieder Geld borgen. (chk/sda)

Erstellt: 31.10.2013, 04:32 Uhr

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