Schwarze, Schwule und starke Frauen

Jeb Bush positioniert sich in seinem Kampagnenvideo erstaunlich ähnlich wie Hillary Clinton. Mit ein paar wichtigen Unterschieden.

Ähnliche Rezepte: Die Kampagnenvideos von Hillary Clinton und Jeb Bush im Vergleich. Video: Jan Derrer

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Beide werben um die Latinos und die Schwarzen, beide richten sich an die Frauen. Und beide wollen 2016 die USA regieren: die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Jeb Bush. Ein Blick auf ihre Kampagnenvideos zeigt aber auch deutliche Unterschiede. Während Bush ein Herz für Behinderte zeigt, treten bei Clinton schwule und lesbische Pärchen auf.

«Getting Started»: Das Video zum Wahlkampfstart von Hillary Clinton. Quelle: Youtube/Hillary_Clinton.

Hillary Clinton lässt in ihrem Video Amerikaner erzählen, was sie erreichen wollen. Sie selber kommt erst im letzten Drittel zu Wort – mit einem kämpferischen Anspruch: «Gewöhnliche Amerikaner brauchen einen Champion, und ich will dieser Champion sein.» Jeb Bush lässt Wähler seine Verdienste als Gouverneur von Florida in den höchsten Tönen loben, begleitet von dramatischen Piano- und Streicherklängen. Hillarys Video hingegen ist unterlegt mit einem coolen Beat, der Zuversicht suggeriert.

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In der Kampagnenwelt von Hillary Clinton und Jeb Bush gibt es vorwiegend lateinamerikanische und schwarze Männer. Der einzig nicht schwule attraktive weisse Mann in Clintons Video ist ein weisser Büezer-Typ. Die grossen Abwesenden in den beiden Kampagnenvideos sind alte weisse Männer.

«Making a Difference»: Das Video zum Wahlkampfstart von Jeb Bush. Quelle: Youtube/Jeb_Bush. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 16.06.2015, 13:32 Uhr)

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