USA zahlen Bauern 16 Milliarden Dollar wegen Handelsstreit

Die Trump-Regierung will die Folgen des Konflikts mit China lindern.

Bezahlt die Bauern für seinen Handelskrieg: US-Präsident Donald Trump kündigt das Hilfsprogramm an. (23. Mai 2019) Bild: Carlos Barria/Reuters

Bezahlt die Bauern für seinen Handelskrieg: US-Präsident Donald Trump kündigt das Hilfsprogramm an. (23. Mai 2019) Bild: Carlos Barria/Reuters

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Die US-Regierung will mit einem Hilfsprogramm für amerikanische Bauern in Höhe von 16 Milliarden Dollar die Folgen des Handelsstreits mit China lindern. So werde sichergestellt, dass die Farmer nicht am härtesten von den chinesischen Handelspraktiken getroffen würden, erklärte Landwirtschaftsminister Sonny Perdue am Donnerstag.

Auch US-Präsident Donald Trump kündigte gleichentags in Washington die Nothilfen in Höhe von 16 Milliarden Dollar für US-Landwirte an, um deren Einbussen durch chinesische Vergeltungszölle und andere Verwerfungen durch die Handelsauseinandersetzung abzumildern. «Wir sorgen dafür, dass die Bauern die Hilfe bekommen, die sie brauchen», sagte Trump.

Eine der wichtigsten Wählergruppen für Trump

Der Handelskonflikt hält inzwischen zehn Monate an. Zuvor gingen beispielsweise 60 Prozent der US-Sojaproduktion nach China. Damit gehören die US-Landwirte zu den Gruppen, die am stärksten von den Zöllen und Gegenzöllen betroffen sind. Sie waren auch eine der wichtigsten Wählergruppen für Präsident Donald Trump im Wahlkampf 2016.

Die Massnahmen sollen über das Agrarministerium laufen - in Form von Direkthilfen, einem Programm für den Einkauf und die Verteilung von Lebensmitteln sowie einem Handelsförderprogramm. Trump sagte, finanziert werde das Paket aus den Sonderzöllen, die auf China-Importe verhängt worden seien. Im vergangenen Jahr hatte die US-Regierung bereits ein ähnliches Paket für Landwirte im Umfang von 12 Milliarden Dollar auf den Weg gebracht.

(oli/sda)

Erstellt: 23.05.2019, 23:03 Uhr

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