US-Bürger decken sich mit Waffen ein

Nach dem Amoklauf in Newtown befürchten die Amerikaner ein Verbot und kaufen offenbar vermehrt Schusswaffen. Laut dem FBI ist die Zahl der Zulassungsprüfungen im Dezember um 49 Prozent gestiegen.

Im Dezember wurden knapp 2,8 Millionen Zulassungsprüfungen vorgenommen: Ein Waffengeschäft im US-Staat Texas. (20. Dezember 2012)

Im Dezember wurden knapp 2,8 Millionen Zulassungsprüfungen vorgenommen: Ein Waffengeschäft im US-Staat Texas. (20. Dezember 2012) Bild: Keystone

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Neue Daten des FBI deuten auf eine starke Zunahme von Schusswaffenkäufen in den USA nach dem Massaker an einer Schule in Connecticut hin. Im Dezember wurden knapp 2,8 Millionen gesetzlich vorgeschriebene Zulassungsprüfungen («background checks») vorgenommen.

Dies sei ein Anstieg von 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und ein Rekord, teilte die Bundespolizei heute mit. Insgesamt seien 2012 19,6 Millionen Prüfungen vorgenommen worden, ebenfalls ein Rekord und eine Zunahme von 19 Prozent im Vergleich zu 2011.

Zahl der Waffenkäufe nicht erfasst

Die Prüfung durch den FBI ist seit 1998 landesweit eine Voraussetzung dafür, bei einem Händler eine Schusswaffe kaufen zu dürfen. Die Zahl der Waffenverkäufe selbst wird in den USA nicht erfasst.

Am 14. Dezember war ein junger Mann in eine Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut eingedrungen. Er tötete 20 Kinder und sechs Erwachsene, bevor er Selbstmord beging. Das Massaker löste vorübergehend eine Diskussion über Waffengesetze aus. Ob es zu Gesetzesänderungen kommen wird, ist unklar.

Nach Amokläufen werden in den USA mehr Schusswaffen gekauft, weil strengere Vorschriften oder gar Verbote befürchtet werden. Allgemein sinkt seit Jahrzehnten die Zahl der US-Haushalte, in denen es Schusswaffen gibt: Im Jahr 1977 betrug die Quote nach Angaben der University of Chicago 54 Prozent, 2010 lag sie bei 32 Prozent. (wid/sda)

Erstellt: 03.01.2013, 10:06 Uhr

Nach Massaker von Newtown: Hunderte Kinder kehren zum Unterricht zurück. (Video: Reuters )

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