Überholt – Trump verliert die Spitze

Kurz vor der dritten Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber fällt Donald Trump in den Umfragen zurück. Er erhält nun prominente Unterstützung.

Liegt vier Prozentpunkte in Führung: Ben Carson (links) mit Donald Trump. (Archivbild)

Liegt vier Prozentpunkte in Führung: Ben Carson (links) mit Donald Trump. (Archivbild) Bild: Mark J. Terrill/Keystone

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Der ehemalige Neurochirurg Ben Carson hat bei einer Wählerbefragung zu den republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbern erstmals den Milliardär Donald Trump überrundet. In der am Dienstag von der «New York Times» und dem Sender CBS News veröffentlichten Umfrage kam Carson auf einen Stimmenanteil von 26 Prozent, Trump lag mit 22 Prozent leicht hinter ihm.

Alle anderen Kandidaten waren weit abgeschlagen. Für die Umfrage wurden 575 Republikaner befragt. Die zehn verbliebenen republikanischen Bewerber treten am Mittwoch zur dritten Fernsehdebatte an.

Unterstützung von Mike Tyson

Trump erhielt unterdessen Unterstützung vom früheren Schwergewichts-Boxweltmeister Mike Tyson. «Er sollte Präsident der Vereinigten Staaten werden», sagte Tyson in der Sendung HuffPost Live. Die USA sollten «wie ein Business» organisiert werden, empfahl Tyson, der mit Trump seit Jahrzehnten bekannt ist. Trump hatte laut der «New York Times» einst die Rolle eines Finanzberaters von Tyson.

Hunderte Schüler und Eltern haben im US-Staat Iowa gegen einen geplanten Auftritt Donald Trumps in einer High School demonstriert. Als Grund für ihren Protest nannten die Organisatoren die gegen Einwanderer gerichtete Rhetorik des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers, die gegen die Anti-Mobbing-Richtlinien der Schule verstiessen.

Proteste gegen Trump

Für Dienstabend hat sich der exzentrische Milliardär an der West High School in der Stadt Sioux City angekündigt. Vor dem Auftritt versammelten sich vor der Schule jedoch bis zu 500 Menschen, die gegen Trump Front machten, wie Protestführer Ismael Valadez sagte. Dass der Immobilienmogul zum Auftakt seiner Kampagne im Juni illegal eingereiste Mexikaner als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnete, hätte ihm ein Besuchsverbot an der West High School einbringen müssen.

«Latino-Schüler werden nach Herrn Trumps hetzerischen Äusserungen schikaniert und gemobbt», erklärte Valadez. «Er macht die Leute bei seinen Veranstaltungen glauben, dass das, was er zu anderen Leuten sagt, in Ordnung ist. Es ist nicht in Ordnung.»

Valadez, Schüler und andere Bürger starteten eine Petition, in der sie die Schulverwaltung zur Ausladung Trumps aufforderten. Bislang hätten sie 1400 Unterschriften gesammelt, sagte er. Doch die Leitung der Schulen in Sioux City lehnte mit dem Argument ab, dass das Event nicht von der Schule gefördert werde. Im Übrigen hätten im Laufe der Jahre viele andere Präsidentschaftsbewerber die Schule für ihre Wahlkampfauftritte genutzt. (chk/AFP/AP)

Erstellt: 28.10.2015, 03:18 Uhr

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