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Abe und Obama gedenken der Opfer von Pearl Harbor

75 Jahre nach dem Angriff auf Pearl Harbor haben Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und US-Präsident Barack Obama der Opfer der Attacke gedacht. An einem Mahnmal legten sie Kränze nieder.

Gemeinsam halten sie in Honolulu, Hawaii, eine Pressekonferenz. Das Treffen der beiden Staatsmänner wird als weiterer Schritt der Versöhnung angesehen.
Gemeinsam halten sie in Honolulu, Hawaii, eine Pressekonferenz. Das Treffen der beiden Staatsmänner wird als weiterer Schritt der Versöhnung angesehen.
EPA/Bruce Omori, Keystone
Im Hintergrund ist die USS Arizona Gedenkstätte zu sehen, welche die Staatschefs besucht haben.
Im Hintergrund ist die USS Arizona Gedenkstätte zu sehen, welche die Staatschefs besucht haben.
AP Photo/Carolyn Kaster, Keystone
Yasushi Misawa, Japans Generalkonsul auf Hawaii (l.), und Sal Miwa von der Japan-Amerika-Gemeinschaft auf Hawaii (r.) zeigen Japans Staatschef Shinzo Abe das Ehime Maru Memorial im Kakaako Waterfront Park in Honolulu. Dort gedenkt er neun Männern und Jugendlichen eines japanischen Fischkutters, die 2001 bei der Kollision mit einem U-Boot der US-Marine getötet worden waren.
Yasushi Misawa, Japans Generalkonsul auf Hawaii (l.), und Sal Miwa von der Japan-Amerika-Gemeinschaft auf Hawaii (r.) zeigen Japans Staatschef Shinzo Abe das Ehime Maru Memorial im Kakaako Waterfront Park in Honolulu. Dort gedenkt er neun Männern und Jugendlichen eines japanischen Fischkutters, die 2001 bei der Kollision mit einem U-Boot der US-Marine getötet worden waren.
AP Photo/Marco Garcia, Keystone
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Bei seinem Besuch der US-Gedenkstätte in Pearl Harbor hat Japans Ministerpräsident Shinzo Abe seine «immerwährende Anteilnahme» für die gefallenen Opfer angeboten. «Wir dürfen den Horror des Krieges niemals wiederholen», sagte er am Dienstag. Er wolle den gefallenen «mutigen Männern und Frauen» seine Ehre erweisen. Eine Entschuldigung für den Angriff auf Pearl Harbor hatte Japans Regierung allerdings im Vorfeld ausgeschlossen. US-Präsident Barack Obama würdigte Abes Besuch als «historische Geste».

Das Treffen der beiden Staatsmänner wird als weiterer Schritt der Versöhnung angesehen. Die USA und Japan sind inzwischen enge Partner in Fragen von Wirtschaft und Sicherheit. Obama hatte im Oktober als erster amtierender US-Präsident die japanische Stadt Hiroshima besucht, wo 1945 die erste US-Atombombe auf Japan abgeworfen worden war.

Ursache für Kriegseintritt

Ebenso wenig hatte sich Obama für die Abwürfe von Atombomben auf Japan entschuldigt. Beide Politiker legten an einem Mahnmal für die Besatzung des US-Kriegsschiffs «USS Arizona» Kränze nieder. «Die Macht der Versöhnung hat frühere Feinde in die engsten Freunde verwandelt», hiess es aus dem Weissen Haus.

Der Überraschungsangriff auf Pearl Harbor hatte die USA ins Mark getroffen und den Eintritt der Supermacht in den Zweiten Weltkrieg bewirkt. In Pearl Harbor waren bei dem Angriff am 7. Dezember 1941 rund 2400 Amerikaner ums Leben gekommen. 300 japanische Flugzeuge hatten einen Bombenteppich über den Hafen westlich von Hawaiis Hauptstadt Honolulu gelegt.

Anschliessend entschloss sich Präsident Franklin D. Roosevelt, in den Zweiten Weltkrieg einzutreten. Damit markierte Pearl Harbor auch das Ende des Imperialismus, wie er vom japanischen Kaiserreich auf zum Teil brutale Art betrieben worden war.

Dritter japanischer Regierungschef in Pearl Harbor

Für Obama war das Treffen mit Abe auf Hawaii – wenige Kilometer von seinem Geburtsort entfernt – die vermutlich letzte Zusammenkunft mit einem ausländischen Staatsmann in seiner acht Jahre währenden Zeit als US-Präsident. Sein erstes bilaterales Treffen als Präsident hatte Obama 2009 mit Abes Vorgänger Taro Aso im Weissen Haus abgehalten.

Abe besuchte am Montag bereits gemeinsam mit seiner Verteidigungsministerin Tomomi Inada unter anderem einen japanischen Friedhof und den Nationalen Gedenkfriedhof auf Hawaii. An beiden Orten legte er einen Kranz nieder.

Abe war der dritte japanische Regierungschef, der nach Pearl Harbor reiste. Die vorhergehenden Besuche waren aber auf niedrigem Level gehalten worden: Selbst die japanische Regierung hatte sich nicht mehr erinnert und zunächst fälschlich bekanntgegeben, Abes Besuch sei der erste eines japanischen Premierministers an den historischen Stätten.

SDA/bee

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