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Alle gegen Trump

Die Kritik wächst. Seine Gegner werden lauter. Doch es scheint, als komme der Protest gegen Donald Trump, den rechten Hetzer, zu spät.

Die Koalition, die mit allen Mitteln versucht, Donald Trump zu stoppen, wird immer breiter. Bereits haben sich 25 Republikaner öffentlich dazu bekannt, den Immobilientycoon nicht zu unterstützen, sollte er die Nominierung erhalten. Eine Gruppe hochrangiger konservativer Aussenpolitikexperten, darunter Robert Zoellick, der ehemalige Präsident der Weltbank, veröffentlichte diese ­Woche einen offenen Brief, in dem sie Trumps antimuslimische Rhetorik und seine Bewunderung für Wladimir Putin verurteilen. Und auch auf Social Media wächst die «Never-Trump»-Bewegung und listet im Sekundentakt Gründe auf, warum Trump eine Gefahr für Amerika darstellt. «Das Land ist endlich aufgewacht», schrieb die «Washington Post» zum wachsenden Protest — die Frage aber bleibt: Weshalb hat das so lange gedauert?

Erst war Trump für viele nichts anderes als eine Eintagsfliege. Dann wurde er zum gefeierten Aussenseiter, weil er «die Dinge beim Namen nennt.» Ted Cruz, Senator aus Texas, der ihn jetzt so heftig kritisiert, nannte ihn im Spätsommer 2015 noch «einen Freund», gemeinsam traten sie auf einer Tea-Party-Veranstaltung auf. Erst seit diesem Jahr, seit Trump seine Rhetorik noch einmal verschärfte und in den Vorwahlen tatsächlich auch gewinnt, wird er von allen Seiten attackiert — was seiner Popularität aber bis anhin keinen Abbruch tat. So spiegeln all die offenen Briefe gegen Trump, all die Kritik an seinen diversen Geschäften, die doch nicht so erfolgreich waren, wie der Immobilienmann immer behauptet, bis jetzt nur den Zustand, in dem sich die Republikanische Partei befindet: Es herrscht Panik.

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