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Alles endet in Samba

Die Brasilianer haben ihrer Natur den Krieg erklärt. Unser Autor hat das Land dennoch lieben gelernt.

Christusstatue, der Stadtteil Botafogo, Zuckerhut, der See Rodrigo de Freitas und der Stadtteil Ipanema (von links): Der Blick auf die brasilianische Metropole Rio de Janeiro ist atemberaubend. Foto: Rüdiger Nehmzow (Laif)
Christusstatue, der Stadtteil Botafogo, Zuckerhut, der See Rodrigo de Freitas und der Stadtteil Ipanema (von links): Der Blick auf die brasilianische Metropole Rio de Janeiro ist atemberaubend. Foto: Rüdiger Nehmzow (Laif)

Es ist unmöglich, ohne vorgeprägte Bilder im Kopf nach Rio de Janeiro zu kommen, denn diese Bilder gehören zu den bekanntesten Postkartenmotiven der Welt: der Zuckerhut mit der Bucht von Botafogo. Der scheinbar unendliche Sandstrand von Copacabana. Die Christusstatue auf dem Corcovado.

Rios Schönheit ist ein altes Klischee und gleichzeitig über jedes Klischee erhaben. Auch nach Jahren ist man jeden Tag aufs Neue hingerissen. Das liegt wohl auch an dieser eigentümlichen Spannung, die in der Luft liegt, weil das Wundervolle so stark mit dem Schrecklichen kontrastiert. Mit der mittelalterlichen Alltagsgewalt, mit dem Drogenkrieg, mit der kriminellen Polizei. Unter den vielen Sehnsuchtsorten der Welt ist Rio einer derjenigen mit der höchsten Mordrate. Auf all das war ich eingestellt, als ich mich hier niederliess. Aber niemand hatte mich darauf vorbereitet, dass Rio neben einem Grossstadtdschungel auch eine Dschungelgrossstadt ist.

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