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Amerika ist kriegsmüde

Die USA wollen künftig nur noch im Notfall Krieg führen. Das stellt die Truppen vor neue Herausforderungen – militärisch, wirtschaftlich, aber auch psychologisch.

«Militärgewalt kann nur das letzte Mittel sein»: Barack Obama beim Truppenbesuch in Afghanistan. Foto: Jonathan Ernst (Reuters)
«Militärgewalt kann nur das letzte Mittel sein»: Barack Obama beim Truppenbesuch in Afghanistan. Foto: Jonathan Ernst (Reuters)

Die USA haben ein langes Reisewochenende hinter sich. Zum Memorial Day am Montag, dem arbeitsfreien Tag des ­Soldatengedenkens, haben laut Verkehrsklub AAA 36 Millionen Amerikaner je 80 Kilometer oder mehr hinter sich gebracht, um Verwandte zu be­suchen oder die Natur zu geniessen – so viele wie seit dem Vorkrisenjahr 2005 nicht mehr. Auch der Präsident ist nicht daheimgeblieben: Am Sonntag hat ­Barack Obama den Truppen in Afghanistan einen Überraschungsbesuch ab­gestattet und sich auf dem Stützpunkt Bagram für ihren Einsatz bedankt: «Dass ihr vortretet in einer Zeit des Krieges und sagt: ‹Schickt mich› – das ist der Grund dafür, dass die USA stark und frei bleiben», sagte er in brauner Bomberjacke.

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