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Amerikas Gorbatschow

Aus dem Irak ist der US-Präsident abgezogen, dem Iran reicht er die Hand. Kritiker im In- und Ausland beklagen das als Barack Obamas aussenpolitische Schwäche – und hegen nun Befürchtungen.

Saudiarabien kritisiert, dass seine roten Linien «zuerst rosa, dann weiss» wurden: Barack Obama, hier an der Gedenkfeier für Nelson Mandela. (11. Dezember 2013)
Saudiarabien kritisiert, dass seine roten Linien «zuerst rosa, dann weiss» wurden: Barack Obama, hier an der Gedenkfeier für Nelson Mandela. (11. Dezember 2013)
Kai Pfaffenbach, Reuters
Historische Geste: US-Aussenminister John Kerry schüttelt seinem iranischen Kollegen Mohammed Jawad Sarif bei den Atomverhandlungen in Genf die Hand. (24. November 2013)
Historische Geste: US-Aussenminister John Kerry schüttelt seinem iranischen Kollegen Mohammed Jawad Sarif bei den Atomverhandlungen in Genf die Hand. (24. November 2013)
Denis Balibouse
Eine Weltmacht auf geostrategischem Rückzug: Barack Obama begrüsst in North Carolina die Armee nach ihrem Abzug aus dem Irak. (14. Dezember 2011)
Eine Weltmacht auf geostrategischem Rückzug: Barack Obama begrüsst in North Carolina die Armee nach ihrem Abzug aus dem Irak. (14. Dezember 2011)
Kevin Lamarque, Reuters
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Die Vereinigten Staaten spähen die Welt aus, wobei die NSA wie ein gigantischer elektronischer Staubsauger wirkt und amerikanische Allmacht suggeriert. Trotzdem aber befindet sich die Weltmacht auf einem geostrategischen Rückzug. Ob das Ende der Monroe-Doktrin, die Lateinamerika seit 1823 zu einem amerikanischen Hinterhof degradiert hatte, oder der Abzug aus dem Irak und Afghanistan, ob das versuchte Rapprochement mit dem Iran oder der Unwille, das Assad-Regime mit Waffengewalt abzuräumen: Das aussenpolitische Umdenken der Obama-Administration sorgt für Nervosität bei US-Verbündeten wie Saudiarabien und Israel und ruft zu Hause zusehends laute Kritiker des Präsidenten auf den Plan.

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