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Auch Franziskus fordert von rebellischen Nonnen Gehorsam

Amerikanische Nonnen haben vergeblich gehofft: Genauso wie sein Vorgänger will der neue Papst die grösste Organisation von US-Nonnen wieder auf die Linie des Vatikans bringen.

Steht hinter dem Bericht zur Arbeit der Ordensschwestern in den USA: Franziskus bei einer Messe in Rom.
Steht hinter dem Bericht zur Arbeit der Ordensschwestern in den USA: Franziskus bei einer Messe in Rom.
Keystone

Der grösste Zusammenschluss US-amerikanischer Nonnen hatte sich vom neuen Papst eine liberalere Haltung als von seinem Vorgänger erhofft. Papst Franziskus unterstützt jedoch einen kritischen Bericht über die Arbeit der Ordensschwestern in den USA, den Benedikt XVI. kurz vor seinem Rücktritt noch absegnete.

Bei einem Treffen mit Spitzenvertreterinnen der US-Nonnen sagte der Präsident der vatikanischen Glaubenskongregation, der deutsche Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, laut einer Mitteilung, Franziskus habe ihm bestätigt, hinter dem Bericht und dem darin vorgesehenen «Reformprogramm» für die Orden zu stehen. Weiter forderte er «Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz und mit jedem Bischof» in den USA.

Liberale Nonnen

Die in der Leadership Conference of Women Religious organisierten US-Ordensschwestern liegen im Streit mit der Kirchenleitung, die ihnen vorwirft, zu liberale Positionen etwa in Fragen der Empfängnisverhütung, der Abtreibung und der Homosexualität zu vertreten. Den kritischen Bericht über ihre Arbeit, der Gehorsam gegenüber dem Vatikan einfordert, segnete der Ende Februar zurückgetretene Benedikt XVI. Mitte Januar 2011 ab. Die Nonnen erlebten daraufhin eine Welle der Solidarität hinsichtlich ihrer Positionen.

AFP/mw

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