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«Trump trägt ganz bestimmt keinen Bademantel»

Pressesprecher Spicer will einen schlagenden Beweis für die Lügengeschichten der Medien gefunden haben. Jetzt diskutiert das Netz über ein privates Detail.

Das Justizministerium findet, dass Klagen durch Personen, nicht Staaten eingereicht werden sollten: Ein Demonstrant tut seine Meinung vor dem Berufungsgericht in San Francisco kund. (7. Februar 2017)
Das Justizministerium findet, dass Klagen durch Personen, nicht Staaten eingereicht werden sollten: Ein Demonstrant tut seine Meinung vor dem Berufungsgericht in San Francisco kund. (7. Februar 2017)
AP Photo/Jeff Chiu, Keystone
Gemeinsam mit Trump gegen den Terrorismus: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in Ankara. Er und Trump betonen ihre Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf. (2. Februar 2017)
Gemeinsam mit Trump gegen den Terrorismus: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in Ankara. Er und Trump betonen ihre Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf. (2. Februar 2017)
AP Photo/Lefteris Pitarakis, Keystone
Nach Trumps Willen soll Mexiko die gigantische Anlage an der 3200 Kilometer langen Grenze finanzieren. Die mexikanische Regierung lehnt dies jedoch strikt ab: Blick auf den Grenzzaun in Tijuana.
Nach Trumps Willen soll Mexiko die gigantische Anlage an der 3200 Kilometer langen Grenze finanzieren. Die mexikanische Regierung lehnt dies jedoch strikt ab: Blick auf den Grenzzaun in Tijuana.
Guillermo Arias, AFP
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Vor Journalisten verriss Trumps Sprecher Sean Spicer am Montag einen Artikel der «New York Times» über die ersten Tage des Präsidenten im Weissen Haus als realitätsfern – vor allem, weil Trump nicht, wie beschrieben, einen Bademantel trage.

In einem Artikel mit dem Titel «Trump und sein Team überdenken nach holperigem Beginn ihre Strategie» hatte die «New York Times» über die ersten beiden Wochen des neuen Präsidenten berichtet und dabei politische Analysen mit einer Beschreibung des Alltags im Weissen Haus vermengt.

Ab 18.30 Uhr sehe Trump im Bademantel fern

Unter anderem schreibt das Blatt, dass sich Trump meist gegen 18.30 Uhr in seine Privatgemächer zurückziehe – ohne Familie, da seine Frau Melania und ihr gemeinsamer Sohn Barron in New York geblieben seien. «Wenn er nicht im Bademantel fernsieht oder mit alten Wahlkampfhelfern telefoniert, bricht er manchmal zur Erkundung ungewohnter Ecken in seinem neuen Heim auf», heisst es in dem Artikel.

Spicer zeigte sich am Montag erbost über den Artikel: «Diese Geschichte war so voller Ungenauigkeiten und Lügen, dass sie sich beim Präsidenten für sie entschuldigen müssten», sagte er Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine auf dem Rückweg aus Florida. Trump machte seinem Ärger derweil via Twitter Luft.

«I exist»

Doch statt relevante Argumente des Artikels zu kontern, stürzte sich Spicer auf ein kurioses Detail. Denn als Beweis für die «eklatanten Fehler bei den Fakten» führte Trumps Sprecher an: «Ich glaube nicht, dass der Präsident einen Bademantel besitzt; ganz bestimmt trägt er keinen.» Dies zeige, dass der Artikel das Geschehen im Weissen Haus nicht korrekt wiedergebe.

Auf Social Media geht das Thema viral. Die Beiträge machen sich mehrheitlich über das Thema lustig, wie beispielsweise der neu eröffnete Twitteraccount «POTUS' Bathrobe» («Der Bademantel des US-Präsidenten») zeigt. Mit «Oh, I exist» («Oh, mich gibt es») beginnt dieser Stellung zum «#BathrobeGate» zu nehmen.

Es häufen sich gepostete Fotos, die Spicers Aussage, der Präsident habe nie einen Bademantel besessen, widerlegen. Es sind Posts mit Bildern, die einen jüngeren Trump im Bademantel zeigen. Viele User fragen sich zudem, woher der Pressesprecher wissen kann, ob der Präsident einen Bademantel besitzt oder nicht.

AFP/sep

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