Zum Hauptinhalt springen

Bericht: NSA unterstützt Israel bei Militäreinsätzen

Israel erhält bei Offensiven wie derzeit im Gazastreifen offenbar direkte Unterstützung aus den USA. Das berichtet die Enthüllungswebseite «The Intercept» unter Berufung auf Dokumente von Edward Snowden.

Verfolgen gemeinsame Ziele: US-Präsident Barack Obama und Israels Premier Benjamin Netanyahu. (Archivbild)
Verfolgen gemeinsame Ziele: US-Präsident Barack Obama und Israels Premier Benjamin Netanyahu. (Archivbild)
AP Photo

Israel erhält bei Militäreinsätzen wie derzeit im Gazastreifen offenbar direkte Unterstützung aus den USA. Der US-Geheimdienst NSA liefere seinem Partnerdienst Israeli SIGINT National Unit (ISNU) Informationen über palästinensische Ziele, wie die Enthüllungswebsite «The Intercept» unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden berichtete. Der britische Geheimdienst GCHQ und der kanadische Dienst CSEC beteiligen sich demnach an der Zusammenarbeit.

Laut einem veröffentlichten Geheimdienstdokument unterhält die NSA eine «weitreichende technische und analytische» Kooperation mit der ISNU. Die Zusammenarbeit der beiden Abhördienste habe als «Beschleuniger für eine breitere Geheimdienstbeziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Israel» gedient. Beide Seiten tauschen demnach «Rohmaterial» ebenso wie fertige Analysen aus. Die gemeinsamen Ziele der beiden Geheimdienste lägen «in Nordafrika, im Nahen Osten, im Persischen Golf, in Südasien und in den islamischen Republiken der früheren Sowjetunion». Zu den Prioritäten der ISNU zähle zudem «palästinensischer Terrorismus».

Die Rolle der NSA als Datenlieferant für Israel habe im vergangenen Jahrzehnt deutlich zugenommen, hiess es. Die US-Geheimdienste würden ihre Informationen neben den eigenen Überwachungsprogrammen auch von den Diensten verbündeter arabischer Länder wie Jordanien beziehen. Selbst die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah erbringen den Angaben zufolge «wichtige Spionageleistungen» für die USA.

AFP/ajk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch