Bericht: Trump lud Irans Aussenminister ins Weisse Haus ein

Ein US-Senator hat die Einladung bei Treffen mit Mohammed Jawad Sarif in New York übermittelt.

Gilt eigentlich als moderat: Mohammed Jawad Sarif. (Keystone/Tobias Hase/17. Februar 2019)

Gilt eigentlich als moderat: Mohammed Jawad Sarif. (Keystone/Tobias Hase/17. Februar 2019)

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Auf dem Höhepunkt der Spannungen zwischen Washington und Teheran hat US-Präsident Donald Trump den iranischen Aussenminister einem Medienbericht zufolge ins Weisse Haus eingeladen. Die Einladung sei vom Senator Rand Paul mit Genehmigung des Präsidenten an Mohammed Jawad Sarif übermittelt worden, berichtete das US-Magazin «The New Yorker» am Freitag. Sie sei jedoch vorerst abgelehnt worden. Sarif habe argumentiert, die Regierung in Teheran müsse darüber entscheiden, ob er sie annehme.

Weder das Weisse Haus noch das US-Aussenministerium nahmen auf Anfrage von AFP Stellung zu dem Bericht. Unter Berufung auf US- und iranische Quellen und einen gut informierten Diplomaten berichtete das Magazin, Senator Paul habe Wochen daran gearbeitet, ein Treffen mit Sarif zu organisieren.

Ab ins Golf-Wochenende: Donald Trump überrascht immer wieder mit seiner wilden Aussenpolitik. (Reuters/Juri Gripas/2. August 2019)

Demnach fand am 15. Juli ein einstündiges Treffen zwischen Paul und Sarif in New York statt, bei dem die Einladung ausgesprochen worden sei. Laut dem «New Yorker» schlug Sarif dabei Wege für eine Beendigung des Atomstreits vor. Sarif sagte dem Magazin, er wolle kein Treffen im Weissen Haus, das lediglich die Gelegenheit für ein Foto und eine zweiseitige Presseerklärung biete.

Sarif gilt als moderat

Trump hat mehrfach öffentlich Gesprächsbereitschaft gegenüber Teheran signalisiert, obwohl er den Iran als Bedrohung für die regionale Sicherheit und für US-Interessen bezeichnete. Mitte dieser Woche hatten die USA Sanktionen gegen Sarif verhängt. Der Diplomat gilt eigentlich als moderat im Vergleich zu vielen Hardlinern in Teheran.

U.S. President Donald Trump arrives at Morristown municipal airport for a weekend at the Trump National Golf Club in Bedminster, New Jersey, U.S., August 2, 2019. REUTERS/Yuri Gripas

Trump hatte im Mai 2018 den Ausstieg seines Landes aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran verkündet. Er verfolgt eine Politik des «maximalen Drucks» gegen Teheran. Die seitdem verhängten US-Sanktionen treffen die iranische Wirtschaft schwer. Ende Juni führte der Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne durch die iranischen Revolutionsgarden über der Strasse von Hormuz fast zu einer militärischen Konfrontation. (fal/afp)

Erstellt: 03.08.2019, 18:10 Uhr

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