Bernie Sanders gibt sich nicht geschlagen

Trotz des massiven Rückstands auf Hillary Clinton hält Bernie Sanders an seiner Präsidentschaftskandidatur fest. Seine «politische Revolution» müsse weitergehen.

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Nein, er gibt immer noch nicht auf. Stattdessen richtet Bernie Sanders überzeugte Worte an seine Anhänger. Er spricht von Wandel und einem entschiedenen Kampf gegen Trump.

US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat versprochen, mit der designierten demokratischen Kandidatin Hillary Clinton an Veränderungen innerhalb der Demokratischen Partei zu arbeiten. Seine «politische Revolution» müsse weitergehen, sagte Sanders am Donnerstag per Online-Ansprache an seine Anhänger.

Sie müssten sicherstellen, dass der republikanische Rivale Donald Trump besiegt werde, sagte der Senator des US-Staates Vermont. «Nach Jahrhunderten des Rassismus, Sexismus und der Diskriminierung aller Art in unserem Land brauchen wir keinen Kandidaten einer grossen Partei, der Fanatismus zu einem Grundpfeiler seiner Kampagne macht. Wir können keinen Präsidenten haben, der Mexikaner und Latinos, Muslime, Frauen und Afroamerikaner beleidigt», sagte Sanders. Seine Rolle bei diesem Prozess werde er voraussichtlich in Kürze aufnehmen.

«Donald Trump zu besiegen kann nicht unser einziges Ziel sein», sagte Sanders. Sein Lager müsse auch weiter an seinen basisdemokratischen Bemühungen festhalten, um «das Amerika zu schaffen, von dem wir wissen, dass wir es werden können». Er wies auf die 1900 Delegierten hin, die er im Vorwahlkampf gewonnen hatte.

Clinton noch keine Unterstützung zugesagt

Aufgenommen hatte Sanders die Rede in seiner Heimatstadt Burlington in Vermont. Es könnte die letzte Ansprache des Bewerbers vor dem Nominierungsparteitag der Partei in Philadelphia Ende Juli gewesen sein. Seine Aufgabe im Rennen um die Präsidentschaftsnominierung erklärte er weiterhin nicht. Wie zuvor verzichtete er ebenfalls darauf, Clinton als die wahrscheinliche Nominierte zu bezeichnen. Stattdessen bot er eine lange Liste mit politischen Vorschlägen an, von denen er hoffe, dass die Partei sie bestätigen werde.

Sanders hat bislang darauf verzichtet, Clinton seine offizielle Unterstützung auszusprechen. Bei den Vorwahlen der Demokraten hatte er seiner Widersacherin überraschend stark Paroli geboten. Dennoch gewann Clinton am Ende rund 390 festgelegte Delegierte für die Präsidentschaftsnominierung mehr und dürfte beim Parteitag in Philadelphia zur offiziellen Kandidatin gekürt werden.

Treffen mit Clinton

Am Dienstagabend hatten sich die beiden demokratischen Bewerber in einem Hotel in der Hauptstadt Washington zu Gesprächen getroffen. Sanders machte in seiner Ansprache nun klar: «Es ist kein Geheimnis, dass Clinton und ich starke Meinungsverschiedenheiten bei einigen sehr, sehr wichtigen Themen haben.» In anderen Bereichen gebe es aber nahezu gleiche Ansichten.

Er freue sich darauf, dass die beiden Lager weiter miteinander sprächen, um sicherzustellen, dass die Stimmen seiner Anhänger auf dem Parteitag gehört würden und damit der Konvent «die fortschrittlichste Plattform» in der Geschichte der Partei werde, so Sanders. Er erwarte, mit Clinton daran zu arbeiten, «die Demokratische Partei zu transformieren, so dass sie eine Partei der arbeitenden und jungen Leute wird, und nicht nur der wohlhabenden Kampagnenspender». (chi/sda)

Erstellt: 17.06.2016, 04:54 Uhr

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