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Bio-Bauern verlieren vor Gericht

Im Kampf von Bio-Bauern gegen genverändertes Saatgut hat das Oberste Gericht der USA dem Agrarkonzern Monsanto recht gegeben.

Bio- verliert gegen Agrartechnologie: Versuchsgewächshaus von Monsanto.
Bio- verliert gegen Agrartechnologie: Versuchsgewächshaus von Monsanto.
Reuters

Die Richter des Supreme Court in Washington hoben in einer am Montag vorgelegten Entscheidung das Verkaufsverbot für genmanipuliertes Saatgut für Schneckenklee (Alfalfa) auf, das Biobauern im Mai 2007 vor einem Gericht in niederer Instanz erwirkt hatten. Es war das erste Mal, dass sich die höchsten Richter der USA mit Fragen genmanipulierter Lebensmittel befassten.

Die Biolandwirte hatten ihren Verbotsantrag mit der Furcht begründet, dass die genmanipulierten Pflanzen andere Gewächse kontaminieren könnten. Monsanto hingegen begründete seine Klage gegen das Verbot vor dem Supreme Court damit, dass die zuständige Abteilung des Landwirtschaftsministeriums ihre Studie über mögliche Risiken noch nicht beendet habe und das Verbot deshalb keine rechtliche Grundlage habe.

Die Richter am Supreme Court folgten der Argumentation von Monsanto weitgehend und erklärten in ihrem Urteil, das gerichtliche Verbot des Saatsguts sei «voreilig» gewesen. Sieben der neun Richter stimmten für das Urteil, einer stimmte dagegen, ein weiterer enthielt sich. Monsanto hatte das Saatgut mit dem Ziel verändert, es gegen das Unkrautvernichtungsmittel «Roundup» resistent zu machen, das ebenfalls von Monsanto hergestellt wird.

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