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Sanders triumphiert, Trump verspottet Verlierer

Ex-Vizepräsident Joe Biden liegt bei den Vorwahlen in New Hampshire weit hinten, Bernie Sanders ganz vorne.

sda/red
Der Demokrat liegt vorerst vorne: Bernie Sanders hält eine Dankesrede in Manchester, New Hampshire. (Video: Tamedia)

Bei den Präsidentschaftsvorwahlen der Demokraten in den USA hat in New Hampshire der US-Senator Bernie Sanders gewonnen. Das berichten zahlreiche US-Medien in der Nacht auf Mittwoch.

Nach Auszählung der Stimmen in zwei Dritteln der Wahllokale hatte Sanders am Dienstagabend (Ortszeit) bereits rund 26,4 Prozent erreicht. Gefolgt wurde er von Pete Buttigieg, der gemässigte ehemalige Bürgermeister von South Bend (Indiana). Er kam auf 23,9 Prozent.

US-Senatorin Amy Klobuchar, die nach einem starken Debattenauftritt am Freitag auf einen Durchbruch hofft, lag mit rund 20 Prozent auf dem dritten Platz. Joe Biden, der ehemalige US-Vizepräsident, erreichte mit 8,7 Prozent weit hinter der US-Senatorin Elizabeth Warren mit 9,4 Prozent.

Am Dienstagmorgen (Ortszeit) öffneten die Wahllokale, traditionell stimmten zuvor bereits die fünf Wahlberechtigten des winzigen Ortes Dixville Notch eine Minute nach Mitternacht ab. Dort gewann überraschend der Milliardär Michael Bloomberg.

Dabei hatte der 77-Jährige angekündigt, die ersten Vorwahlen im Februar auszulassen, um sich auf den Super Tuesday am 3. März zu konzentrieren, an dem 14 Staaten gleichzeitig Vorwahlen abhalten. Dementsprechend stand er auch nicht auf der Wahlliste. Drei der Wahlberechtigten in Dixville Notch fügten ihn aber als sogenannten Write-in-Kandidaten hinzu.

Grosse Konkurrenz

Der Geschäftsmann Andrew Yang wird einem Bericht des Senders CNN zufolge seine Bewerbung um die Nominierung der Demokraten für das Präsidentenamt für die Demokraten aussetzen. Yang, der trotz keinerlei politischem Hintergrund für das Präsidentenamt kandidierte, überraschte politische Beobachter, indem er sich für Debatten qualifizierte und sich länger im Wettbewerb hielt als erfahrene Politiker.

Auch Michael Bennet, ein Senator aus Colorado, gab seine Kampagne angesichts des schwachen Abschneidens auf. Ursprünglich bemühten sich rund 30 Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei, jetzt sind es noch neun.

Trump macht sich lustig

Bei den Republikanern steht der Sieger bereits fest - US-Präsident Trump ist bei den Vorwahlen seiner Partei in New Hampshire bestätigt worden. Nach der zweiten Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur meldete sich US-Präsident Donald Trump mit Spott über einige Kandidaten zu Wort. Zum enttäuschenden Abschneiden der linken Senatorin Elizabeth Warren schrieb er am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter, sie wolle wohl insgeheim aus dem Rennen aussteigen und einfach nach Hause gehen, um dort mit ihrem Mann ein Bier zu trinken.

Trump gratulierte hingegen dem gemässigten Ex-Bürgermeister Buttigieg, der nur knapp hinter dem linken Senator Bernie Sanders auf dem zweiten Platz lag. Er habe «ziemlich gut» abgeschnitten und mache dem «verrückten Bernie» das Leben schwer, spottete Trump.

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Die Vorwahlen der oppositionellen Demokraten zur Bestimmung des Herausforderers von Amtsinhaber Donald Trump hatten vergangene Woche mit einer schweren Panne im Bundesstaat Iowa begonnen. Wegen technischer Probleme konnten die Wahlergebnisse längere Zeit nicht übermittelt werden.

Letztlich gewann Buttigieg knapp vor Sanders, dahinter folgten Warren und Biden. Buttigieg sieht sich seit seinem Überraschungssieg in Iowa zunehmend mit Vorwürfen aus den Reihen seiner Mitbewerber konfrontiert, er sei zu unerfahren für das Präsidentenamt.

New Hampshire spielt trotz seiner nur 1,3 Millionen Einwohner eine wichtige Rolle in der politischen Landschaft der USA. Die Menschen gelten als Wechselwähler, der Staat als sogenannter Swing State, der stets bis zum Wahltag zwischen Republikanern und Demokraten heiss umkämpft ist.

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