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Bloomberg will eine Milliarde in den Wahlkampf stecken

Der 73-jährige frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, soll gegenüber der «Financial Times» seine Kandidatur als US-Präsident bestätigt haben.

Empfindet das Niveau im Wahlkampf als «Beleidigung für die Wähler»: Michael Bloomberg. (Archivbild)
Empfindet das Niveau im Wahlkampf als «Beleidigung für die Wähler»: Michael Bloomberg. (Archivbild)
Christophe Petit Tesson, Keystone

Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg erwägt laut einem Medienbericht, als Unabhängiger zur Präsidentschaftswahl im November zu kandidieren. «Ich finde das Niveau des Diskurses und der Diskussion beunruhigend banal und eine empörende Beleidigung für die Wähler», sagte Bloomberg der «Financial Times» von Montag. Die US-Bürger verdienten «weit Besseres». Er prüfe «alle Optionen», sagte er auf die Frage nach einer Kandidatur.

Der 73-jährige Gründer der gleichnamigen Finanznachrichtenagentur würde mit seiner Kandidatur als Unabhängiger das Rennen zwischen Demokraten und Republikanern völlig durcheinanderbringen. Die «New York Times» hatte vergangenen Monat berichtet, Bloomberg habe Berater beauftragt, einen Plan für eine Kandidatur auszuarbeiten. Für den Wahlkampf könnte er demnach rund eine Milliarde Dollar seines Vermögens bereitstellen, das auf 40 Milliarden Dollar geschätzt wird.

Sein Vermögen ist deutlich höher als das des Immobilienmoguls Donald Trump, der sich um die Kandidatur der Republikaner bewirbt. Sein Vermögen beträgt laut «Forbes» 4,5 Milliarden Dollar. Bloomberg, der als Pragmatiker gilt, aber auch für umstrittene Fragen wie eine Verschärfung des Waffenrechts eintritt, war bis 2001 Demokrat, wechselte dann zu den Republikanern und machte sich 2007 unabhängig. Er erwog bereits wiederholt eine Kandidatur für die Präsidentschaft.

AFP/chk

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