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Brasiliens Katholiken protestieren gegen neues Homosexuellen-Gesetz

In Brasilien erhalten gleichgeschlechtliche Paare die gleichen Rechte wie heterosexuelle Partnerschaften. Im Land mit den meisten Katholiken der Welt, löst dies heftige Proteste aus.

«Mehr Toleranz»: Homosexueller protestiert vor einer Kirche in Rio de Janeiro.
«Mehr Toleranz»: Homosexueller protestiert vor einer Kirche in Rio de Janeiro.
Keystone

Brasiliens Oberstes Gericht hat eingetragenen Lebenspartnerschaften Homosexueller die gleichen Rechte zuerkannt wie verheirateten heterosexuellen Paaren. Das Urteil wurde gestern trotz heftiger Proteste der katholischen Kirche einstimmig von allen zehn Richtern gefällt, wie Gerichtspräsident Cezar Pelluzo mitteilte. Im Gegensatz zu seinem Nachbarn Argentinien, erlaubt Brasilien - das Land mit den meisten Katholiken in der Welt - keine gleichgeschlechtlichen Ehen.

Niemand dürfe wegen seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden, begründete Richter Ricardo Lewandowski seine Entscheidung. Die Richterin Maria Berenice Dias erklärte, in Ermangelung eines vom Parlament verabschiedeten Gesetzes über gleichgeschlechtliche Ehen sei die Anerkennung eingetragener Lebenspartnerschaften «das Beste, was zu erwarten war». Es bedeute, dass kein Richter ihnen ihre Rechte verweigern könne, etwa was die Rente, Erbschaften oder Adoptionen von Kindern betreffe.

AFP/mrs

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