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800’000 Dollar für 90 Minuten Plaudern

Michelle Obama hat eine neue Beschäftigung gefunden, mit der sie Millionen verdient. Ob der Gewinn ihrer Glaubwürdigkeit schadet?

Cash me if you can: Die ehemalige First Lady Michelle Obama mit Oprah Winfrey im United Centre in Chicago. Foto: Tannen Maury
Cash me if you can: Die ehemalige First Lady Michelle Obama mit Oprah Winfrey im United Centre in Chicago. Foto: Tannen Maury

Die Frau, die von 2008 bis 2016 die erste schwarze First Lady der USA war, hat ihre Geschichte aufgeschrieben. «Becoming», ein Wort, das man mit «Werden» übersetzen könnte, ist der Titel des Buchs. Das passt, denn Michelle Obama erzählt darin davon, wie sie wurde, was und wer sie ist. Von der Zeit bevor sie Barack kannte, der Zeit mit Barack und den Jahren im Weissen Haus. Sie wolle diese Geschichte erzählen, weil darin mehr von den USA stecke als in den vielen anderen Geschichten über reiche, weisse, privilegierte Männer, die man derzeit bewundern solle, sagt sie. «Meine Geschichte ist die essenzielle amerikanische Geschichte.» Und wie sollte man da ernsthaft widersprechen? Die Nachfahrin von Sklaven, die zur Herrin im Weissen Haus wird, das einst von Sklaven gebaut wurde, die junge, dazu noch schwarze Frau aus kleinen Verhältnissen, die nicht aufgibt, die hart arbeitet und sich nach oben ackert – mehr amerikanischer Traum geht kaum.

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