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CIA verdächtigte Snowden bereits 2009

Panne bei den US-Geheimdiensten: Offenbar machte sich Edward Snowden während seiner Stationierung in Genf bei einem Vorgesetzten verdächtig. Trotzdem konnte er zur NSA wechseln.

Erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung für weitere drei Jahre: Edward Snowden bei einer Videokonferenz mit Europaabgeordneten. (24. Juni 2014)
Erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung für weitere drei Jahre: Edward Snowden bei einer Videokonferenz mit Europaabgeordneten. (24. Juni 2014)
Frederick Florin, AFP
Zeigt sich in der Öffentlichkeit: Edward Snowden während einer Bootsfahrt auf der Moskwa. (September 2013)
Zeigt sich in der Öffentlichkeit: Edward Snowden während einer Bootsfahrt auf der Moskwa. (September 2013)
AP Photo/LifeNews/Rossia 24 TV
Snowden hatte sich während seines Aufenthalts in der Transitzone des Flughafens Scheremetjewo nur einmal gezeigt: Vor Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und Anwälten gab er ein Statement ab und beantwortete einige Fragen. (12. Juli 2013)
Snowden hatte sich während seines Aufenthalts in der Transitzone des Flughafens Scheremetjewo nur einmal gezeigt: Vor Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und Anwälten gab er ein Statement ab und beantwortete einige Fragen. (12. Juli 2013)
Tanya Lokshina/Human Rights Watch
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In seiner Zeit bei der CIA hat der US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden einem Zeitungsbericht zufolge bereits 2009 das Misstrauen seines damaligen Vorgesetzten erregt. Der Abteilungsleiter habe einen entsprechenden Bericht über Snowden verfasst, der damals für die CIA in Genf arbeitete und vor einem Wechsel zur NSA stand, berichtet die «New York Times» (NYT) unter Berufung auf zwei hochrangige US-Vertreter. Der Bericht sei aber offenbar nicht an den Geheimdienst NSA weitergeleitet worden.

Laut NYT berichtete der Vorgesetzte Snowdens, dessen Verhalten und Arbeitsgewohnheiten hätten sich deutlich verändert. Er vermutete demnach auch, dass Snowden versuchte, sich Zugang zu als geheim eingestuften Computerdateien zu verschaffen.

Preis von ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern

In der russischen Hauptstadt erhielt Snowden von einer Gruppe früherer Geheimdienstmitarbeiter einen Preis, mit dem seine «Integrität im Geheimdienst» gewürdigt wurde. Das Government Accountability Project erklärte, der Sam-Adams-Preis sei Snowden bei einer Zeremonie am Mittwoch verliehen worden. Zum Ort der Veranstaltung wurden keine Angaben gemacht. Ein Mitglied der Gruppe, Jesselyn Radack, erklärte aber, Snowden sehe «toll» aus. «Er liebt Amerika und will, dass es zu seinen demokratischen Idealen zurückkehrt, die in völligem Widerspruch zu einer geschlossenen und geheimen Gesellschaft stehen (...)»

Seit Donnerstag ist Snowdens Vater Lon Snowden in Moskau, um erstmals seit der Flucht des Geheimdienstenthüllers seinen Sohn zu treffen. Auch er erklärte jedoch zunächst, er wisse nicht, wo sich sein Sohn befinde.

Über Hongkong nach Moskau geflohen

Nachdem Snowden sich zunächst nach Hongkong abgesetzt hatte, begann er im Juni damit, den Zeitungen «Washington Post» und «Guardian» Informationen über umfangreiche Überwachungsprogramme zuzuspielen, mit denen die NSA und andere Geheimdienste massenhaft Telefonate und E-Mails überwachen. Wegen der Enthüllungen wird der 30-Jährige von den USA per Haftbefehl gesucht.

Von Hongkong war Snowden mit einem ungültigen Reisepass nach Moskau geflogen. Dort sass er wochenlang im Transitbereich fest, bevor ihm Russlands Regierung im August für ein Jahr Asyl gewährte.

(AFP)

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