Hillary Clinton trifft sich mit Bernie Sanders

Mit dem Sieg der Demokratin Hillary Clinton in der US-Hauptstadt Washington sind die Vorwahlen abgeschlossen. Sie wartet noch immer auf die Unterstützung Sanders'.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Hillary Clinton hat die Vorwahlen der US-Demokraten mit einem klaren Sieg in der Hauptstadt Washington abgeschlossen. Die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der Partei setzte sich dort am Dienstag gegen ihren Rivalen Bernie Sanders durch. Dass Clinton damit 16 weitere Delegierte zugesprochen bekommt und Sanders vier, hat keine grossen Auswirkungen auf das Gesamtrennen, in dem die frühere Aussenministerin und First Lady ohnehin deutlich führt.

Als die Wahlbehörden am Abend mit der Stimmauszählung begannen, trafen sich Sanders und Clinton in einem Washingtoner Hotel zu Gesprächen. Nach dem Ende der rund eineinhalbstündigen Unterredung verliess der 74 Jahre alte Senator von Vermont ohne weiteren Kommentar das Capitol Hilton. Während sich auch Clinton nicht äusserte, sprach ihr Wahlkampfteam von einer «positiven Diskussion» über den Vorwahlkampf, die Demokratische Partei und «die gefährliche Bedrohung, die Donald Trump für unsere Nation darstellt». Sanders' Team äusserte sich später ähnlich.

Einheit demonstrieren

Das Treffen zwischen den beiden Präsidentschaftsbewerbern war darauf ausgelegt, Einheit bei den Demokraten zu demonstrieren. Nach dem teils hitzigen Vorwahlkampf will sich die Partei geschlossen zeigen, um nach Barack Obama auch den nächsten Präsidenten stellen zu können.

Ein Wahlkampfberater von Clinton sagte, die beiden hätten über «eine Vielfalt fortschreitender Themen» wie die Anhebung von Löhnen, der Bruch mit der Praxis geheimgehaltener Gelder in der Politik sowie eine Reduzierung von Studienkosten gesprochen. Sie hätten ausserdem darin übereingestimmt, dass sie weiterhin an einer gemeinsamen Agenda arbeiten wollten.

Clinton liegt klar vor Sanders

Sanders war zuvor abermals nicht darauf eingegangen, sich offiziell hinter die designierte Präsidentschaftskandidatin zu stellen. Er gelobte aber erneut, alles tun zu wollen, um eine Präsidentschaft Trumps zu verhindern. Clinton sagte am Dienstag in einem Interview des Fernsehsenders Telemundo, sie freue sich sehr darauf, «seine (Sanders') Unterstützung in diesem Wahlkampf zu haben, weil Donald Trump eine ernsthafte Bedrohung für unsere Nation darstellt».

Am Ende hat Clinton 2219 festgelegte Delegierte gewonnen und damit 387 mehr als Sanders, der auf 1832 kommt. Zählt man die Superdelegierten hinzu, die sich auf dem Nominierungsparteitag im Juli in Philadelphia frei für einen Bewerber ihrer Wahl entscheiden können, liegt Clinton mit 2800 zu 1881 Delegierten vorne. 2383 werden für die Nominierung benötigt.

Die Republikaner hatten ihre Vorwahlsaison bereits am Dienstag vor einer Woche beendet. Bei ihnen hat sich Trump die nötige Delegiertenzahl für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten gesichert.

(chk/AP)

Erstellt: 15.06.2016, 03:38 Uhr

Artikel zum Thema

«Noch nie war jemand für den Job so qualifiziert»

Video Barack Obama stellt sich offiziell hinter Clinton. Und eine prominente Senatorin sieht in ihr die perfekte Waffe gegen Trump. Mehr...

«Clinton wird Trump zerstören»

Interview US-Schriftsteller Stewart O’Nan spricht über das Phänomen Trump, seine Wähler und die Angst vor ihm. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Blogs

Wettermacher So wird der Winter

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Herbstlich gefärbte Weinberge: Winzer arbeiten in Weinstadt, im deutschen Baden-Württemberg. (17. Oktober 2019)
(Bild: Christoph Schmidt/DPA) Mehr...