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Clinton übernimmt Verantwortung in Benghazi

Sie sei für die Sicherheitslage beim US-Konsulat in Libyen zuständig gewesen, sagt die US-Aussenministerin. Sie nimmt damit den Republikanern vor dem zweiten TV-Duell den Wind aus den Segeln.

«Weder der Präsident noch der Vizepräsident sind in Sicherheitsentscheidungen eingebunden gewesen»: US-Aussenministerin Hillary Clinton in Lima. (16. Oktober 2012)
«Weder der Präsident noch der Vizepräsident sind in Sicherheitsentscheidungen eingebunden gewesen»: US-Aussenministerin Hillary Clinton in Lima. (16. Oktober 2012)
Reuters

US-Aussenministerin Hillary Clinton hat die Verantwortung für die Sicherheitslage vor dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Benghazi übernommen. Weder der Präsident noch der Vizepräsident seien in Sicherheitsentscheidungen eingebunden gewesen, erklärte die Ministerin.

Clinton äusserte sich dem US-Sender CNN zufolge zum Auftakt eines Besuches im peruanischen Lima. Bei dem Terroranschlag am 11. September waren US-Botschafter Chris Stevens und drei andere US-Bürger getötet worden. Die Attacke ist seitdem zum Wahlkampfthema geworden.

Zu wenig für den Schutz getan

Die Republikaner lasten der US-Regierung an, dass sie trotz entsprechender Ersuchen nicht genügend zum Schutz des Konsulats getan habe. In der vergangenen Woche hatte Vizepräsident Joe Biden neue Kritik ausgelöst, als er während einer Debatte mit dem republikanischen Vizekandidaten Paul Ryan sagte, das Weisse Haus habe nichts von den Ersuchen gewusst.

Einen Tag vor der wichtigen Wahlkampf-Fernsehdebatte zwischen Präsident Barack Obama und seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney wehrte sich die Aussenministerin auch gegen Vorwürfe, dass die Regierung zunächst erklärt hatte, der Anschlag habe sich aus Protesten gegen einen antimuslimischen Film entwickelt.

Diese Darstellung war später korrigiert worden. Clinton sagte, es habe zunächst Verwirrung darüber geherrscht, was passiert sei. Die Informationslage habe sich seitdem geändert.

SDA/chk

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