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Costa Ricas Präsidentin reiste in verdächtigem Jet

In Costa Rica schlägt eine Affäre um die Präsidentin hohe Wellen. Bei mehreren Reisen soll sie den Privatjet eines Geschäftsmannes benutzt haben, dem Verbindungen zur Drogenmafia nachgesagt werden.

War mit dem Privatjet auf einer Hochzeit in Peru: Costa Ricas Präsidentin Laura Chinchilla. (22. August 2011)
War mit dem Privatjet auf einer Hochzeit in Peru: Costa Ricas Präsidentin Laura Chinchilla. (22. August 2011)

In Costa Rica schlägt eine Affäre um die Präsidentin hohe Wellen: Bei Reisen nach Venezuela und Peru benutzte Laura Chinchilla den Privatjet eines kolumbianischen Geschäftsmanns, dem Verbindungen zur Drogenmafia nachgesagt werden. Die Leitung des costa-ricanischen Geheim- und Sicherheitsdienstes DIS erklärte am Donnerstag, sie habe beim Schutz der Präsidentin versagt. DIS-Chef Mauricio Baraschi erklärte seinen Rücktritt. Zuvor war bereits Kommunikationsminister Francisco Chacón zurückgetreten.

Die kolumbianische Zeitung «El Tiempo» berichtete unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, der Eigner des Privatjets, Gabriel Morales Fallón, sei ein Vertrauter des derzeit in Brasilien inhaftierten kolumbianischen Drogenbosses Luis Carlos Ramírez. Fallón bestreitet das.

Chinchilla war mit dem Flugzeug im März zu den Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez nach Caracas gereist. Am vergangenen Wochenende flog sie mit dem Jet zu einer Hochzeit nach Peru. Der costa-ricanische Staat verfügt über keine eigene Präsidentenmaschine. Chinchilla reist gewöhnlich an Bord von Linienmaschinen oder von Privatjets, die unter anderem örtliche Unternehmen zur Verfügung stellen.

AFP/ajk

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