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Das will der neue New Yorker Bürgermeister

Der Demokrat Bill de Blasio regiert künftig im Big Apple. Wo er anpacken will und als wessen Vertreter sich der 52-Jährige versteht.

chk
Bill de Blasio legte am 1. Januar 2014 seinen Amtseid ab: Hier mit Ehefrau Chirlane und seinen Kindern Dante und Chiara. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton applaudiert.
Bill de Blasio legte am 1. Januar 2014 seinen Amtseid ab: Hier mit Ehefrau Chirlane und seinen Kindern Dante und Chiara. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton applaudiert.
Reuters
Freude nach dem Wahlsieg: Bill de Blasio und sein Sohn Dante. (5. November 2013)
Freude nach dem Wahlsieg: Bill de Blasio und sein Sohn Dante. (5. November 2013)
Reuters
Die Amerikaner nennen es «Group Hug»: De Blasio mit seinen Kindern. (5. November 2013)
Die Amerikaner nennen es «Group Hug»: De Blasio mit seinen Kindern. (5. November 2013)
AFP
So sehen Sieger aus: Bill de Blasio an der Feier zu seinen Ehren. (5. November 2013)
So sehen Sieger aus: Bill de Blasio an der Feier zu seinen Ehren. (5. November 2013)
AFP
Zeigte sich gerührt über den Erfolg ihres Mannes: De Blasios Ehefrau Chirlane McCray während einer Rede in der Wahlnacht. (5. November 2013).
Zeigte sich gerührt über den Erfolg ihres Mannes: De Blasios Ehefrau Chirlane McCray während einer Rede in der Wahlnacht. (5. November 2013).
AFP
Gewählt: Bill de Blasio ist der neue Bürgermeister von New York. (5. November 2013)
Gewählt: Bill de Blasio ist der neue Bürgermeister von New York. (5. November 2013)
Reuters
Unterstützte den Vater und Ehemann auch am Wahltag: De Blasios Familie. (5. November 2013)
Unterstützte den Vater und Ehemann auch am Wahltag: De Blasios Familie. (5. November 2013)
Reuters
Galt als Favorit: Bill de Blasio bei einer Wahlkampfveranstaltung.
Galt als Favorit: Bill de Blasio bei einer Wahlkampfveranstaltung.
AFP
Ist mit einer Afroamerikanerin verheiratet: Bill de Blasio mit seiner Frau Chirlane.
Ist mit einer Afroamerikanerin verheiratet: Bill de Blasio mit seiner Frau Chirlane.
AFP
Bill de Blasio mit seiner Frau Chirlane und der Tochter Chiara und dem Sohn Dante.
Bill de Blasio mit seiner Frau Chirlane und der Tochter Chiara und dem Sohn Dante.
Reuters
Machte mit einem Geständnis über Substanzmissbrauch von sich Reden: Tochter Chiara de Blasio. (5. November 2013)
Machte mit einem Geständnis über Substanzmissbrauch von sich Reden: Tochter Chiara de Blasio. (5. November 2013)
Reuters
Mit linkspopulistischen Positionen machte er sich bei der städtischen Bevölkerung beliebt: Bill de Blasio in New York. (13. August 2013)
Mit linkspopulistischen Positionen machte er sich bei der städtischen Bevölkerung beliebt: Bill de Blasio in New York. (13. August 2013)
Keystone
Er hört gern «Florence and the Machine»: Bill de Blasio und seine Frau während eines Festivals.
Er hört gern «Florence and the Machine»: Bill de Blasio und seine Frau während eines Festivals.
AFP
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Der Demokrat Bill de Blasio ist wie erwartet zum neuen Bürgermeister von New York gewählt worden und hat das Rathaus nach zwei Jahrzehnten für seine Partei zurückerobert. Vorläufigen Ergebnissen zufolge lag der 52-Jährige am Dienstagabend mit mehr als zwei Drittel aller Stimmen uneinholbar vor seinem republikanischen Konkurrenten Joe Lhota.

De Blasio folgt auf den parteilosen Milliardär Michael Bloomberg, der nach drei Amtszeiten nicht mehr antreten durfte. Der Wahlausgang hatte sich schon im Vorfeld abgezeichnet, und so bedankte sich de Blasio bereits am späten Dienstagabend bei seinen Anhängern: «New Yorks Bürger haben laut und deutlich für einen neuen Kurs in unserer Stadt gestimmt», rief der von seiner Familie umringte Politiker mit deutsch-italienischen Wurzeln ins Mikrofon. Er wird sein neues Amt am 1. Januar 2014 antreten. Damit stellt die Demokratische Partei erstmals seit 1989 wieder den Bürgermeister der linksliberal geprägten Ostküstenmetropole.

In New York schaut de Blasio seit 2010 als gewählter Bürgerbeauftragter der Stadtverwaltung auf die Finger. Scharfe Kritik äusserte er an der umstrittenen Praxis willkürlicher Polizeikontrollen, die Kritikern zufolge vor allem Schwarze und Hispanics trifft. Die Sympathien ethnischer Minderheiten sicherte sich de Blasio auch, indem er seiner Frau und den beiden Kindern im Wahlkampf einen prominenten Platz einräumte. Gemeinsam präsentierten sie sich als moderne Familie, in der Hautfarbe und Herkunft keine Rolle spielen.

Politisches Gegenstück

Diese Botschaft verfing in einer Stadt, in der drei der mehr als acht Millionen Einwohner im Ausland geboren sind und geschätzte 200 Sprachen gesprochen werden. Überhaupt ist de Blasio politisch das Gegenstück des nach zwölf Jahren scheidenden Amtsinhabers Bloomberg, da er eine für US-Verhältnisse ausgesprochen linke Agenda mit Steuererhöhungen für Spitzenverdiener vertritt.

Bei seiner Stimmabgabe im Stadtteil Brooklyn sagte der Kandidat, der die wachsende Ungleichheit zwischen Armen und Reichen in der Metropole seit langem anprangert: «Ich denke, die Leute in dieser Stadt wissen, dass so viele New Yorker nur schwer über die Runden kommen.» Mit zusätzlichen Steuereinnahmen will de Blasio die Nachmittagsbetreuung an Schulen ausbauen, eine umfassende Versorgung mit Kindergartenplätzen finanzieren und mehr Sozialwohnungen schaffen.

Sein Rivale Lhota war Ende der 1990er-Jahre einer der Stellvertreter des republikanischen Bürgermeisters Rudy Giuliani und leitete später die Verkehrsbetriebe der Stadt. Der 59-jährige Republikaner lehnt höhere Steuern ab und warnte vor steigender Kriminalität im Fall eines Wahlsiegs der Demokraten. Ausserdem warf er de Blasio mangelnde Führungserfahrung vor.

Auch in zwei US-Bundesstaaten wurden am Dienstag wichtige Gouverneurswahlen entschieden. In New Jersey wurde der beliebte republikanische Gouverneur Chris Christie mit klarer Mehrheit wiedergewählt. Der 51-jährige Politiker, der mit seinem Einsatz nach dem Hurrikan Sandy vor einem Jahr über die Parteigrenzen hinweg Anerkennung erntete, gilt als möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner bei den Wahlen 2016. In Virginia landete der Demokrat und Geschäftsmann Terry McAuliffe nur knapp vor dem Republikaner Ken Cuccinelli, der dem erzkonservativen Tea-Party-Flügel nahesteht.

(AFP)

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